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 Der Hexenfluch

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Luna42
Babylonier
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BeitragThema: Der Hexenfluch   07.01.17 12:50

Version: 09.07.2009

Parva ist eine junge Hexe die auf dem Planeten Maga lebt. Auf Mage leben viele Hexen und Hexer, aber auch Zauberer und die Nichmagischen. Als 9jährige Hexe muss sie noch auf die Zauberschule gehen. Dort sind die Klassen der Zauberer von den Hexen- und Hexerklassen getrennt. Auch werden Mädchen und Jungen getrennt. Parva ist bereits auf dem Weg zu ihrer Schule. Sie fliegt mit ihrem Besen jeden Morgen hin. Nicht in jeder Stadt ist eine Schule und so muss sie schon eine Stunde vor Schulbeginn los, um noch rechtzeitig in der nächsten Stadt anzukommen und pünktlich beim Unterricht zu erscheinen. Neben ihr taucht eine weitere Hexe auf, Xeria. Sie geht mit Parva in eine Klasse und ist auch ihre Freundin. "Guten Morgen Parva", begrüßt Xeria sie. "Guten Morgen!", erwieder Parva, "Ich habe mir schon einen neuen Streich ausgedacht." "Im ernst?", freut sich Xeria. Parva hat immer nur Dummheiten im Kopf, was ihr auch oft eine Menge Schwierigkeiten bringt. Xeria unterstützt sie, wo sie nur kann und findet Parvas Aktionen richtig klasse. Die beiden kommen in der Stadt an und fliegen mit hoher Geschwindigkeit durch die Straßen. Einige Leute rufen ihnen wütend hinterher. Parva klaut im Flug einen Apfel vom Obsthändler und isst ihn: "Obst am Morgen ist gesund." Xeria lacht und Parva grinst frech. Sie kommen rechtzeitig in der Schule an und gehen ins Klassenzimmer. Die anderen Hexen plaudern fröhlich. Fascin schwebt schon wieder an der Decke. Dieses Kunststück hat Parva leider noch nicht drauf, aber sie liebt ihren Besen auch. Schließlich hat sie ihn ganz alleine gebunden. Xeria bringt alle Papierflieger in der Klasse dazu wild umher zu fliegen. Es scheint fast, wie ein sehr belebter Flughafen. Es wird lautstark gelacht und weiter gequatscht. Die Lehrerin betritt das Klassenzimmer und spricht ein paar Zauberworte. Die Papierflieger fallen alle zu Boden und auch Fascin fällt von der Decke und landet auf ihrem Hintern: "Au! Mano!" Es wird gekichert, doch die Lehrerin räuspert sich und alle sind stumm und setzen sich auf ihre Plätze.

Die Lehrerin nimmt einen Stapel Arbeitsbögen aus ihrer Tasche und kurz danach fliegt je ein Blatt zu einer Schülerin. Gleich zu Anfang haben sie Kräuterkunde. Seit einer Woche haben sie das Thema Heilkräuter. Ein ziemlich trockenes Thema, wie die Schüler finden. Auf dem Arbeitsbogen sind verschiedene Kräuter abgebildet und daneben soll man die deutschen sowie lateinischen Bezeichnungen aufschreiben, wo man sie finden kann und wozu man sie verwenden kann. Parva schaut ziemlich hilflos zu ihrer Freundin Xeria rüber, denn sie ist nicht gerade gut in diesem Fach. Neben dem ersten Bild hat Xeria Ackerminze zu stehen, auf lateinisch Mentha arvensis. Wie der Name schon sagt, kann man sie in der Nähe von Ackern finden. Man kann sie gegen Verdauungsbeschwerden und Erkältungen einsetzen. Parva schaut immer wieder zu Xeria rüber und schreibt auch die Beschreibungen zu den anderen vier Kräutern ab: Beifuss, Druidenkraut, Hexenkraut und Schwarzer Nachtschatten. Immer wieder schaute sie, ob die Lehrerin sie auch nicht bemerkte. Wenn das geschehen würde, müsste sie sicherlich vor die Tür und später auch noch nachsitzen. Zum Glück bemerkte die Lehrerin nichts. Die Bögen wurden verglichen und Parva hatte sogar das Glück nicht ein mal dran genommen zu werden. Als die Stunde vorbei war und die Lehrerin das Klassenzimmer verließ, nutzten die Schülerinnen die kurze Pause für lautstarkes Geplapper. Xeria stichelte Parva in die Seite: "Hey, wann dürfen wir denn mit deinem Streich rechnen?" Parva grinste frech: "Nachher beim Flugunterricht." "Erst so spät?", maulte Xeria, "dann wirds in Mathe, Hexenkunst, Zauberlehre und Wahrsagen ja richtig langweilig." Parva kicherte: "Da müssen wir wohl durch." Die Matheleherin betrat nun das Klassenzimmer. Die Schülerinnen wurden wieder ganz ruhig. Mathe gehörte nun ein mal zum normalen Leben, davon abgesehen jedoch, brauchte man es auch für einige Zauber. Um sich z. B. ein perfektes Haus zu zaubern, musste dieses auch ganz genau festgelegt werden, sonst würde daraus nur ein großes Zimmer entstehen. Jede Hexe wurde sich später ihr eigenes Haus zusammen zaubern. Doch soweit waren Parva und ihre Klassenkameradinnen noch lange nicht. Ein Haus zu zaubern, gehörte zu den großen Zaubern und verlangte sehr viel Kraft sowie Übung. Mathe lag Parva sehr. Ihr größter Traum war es sich eine riesige Burg zu zaubern in der sie leben würde. Xeria lachte darüber immer, denn die einzige Hexe, die je eine Burg gezaubert hatte, war Morth. Man erzählte viele Legenden über sie, aber genaueres wusste keiner, denn sie verließ nie ihre Burg und empfing auch nie Besuch. Nach Mathe hatten sie Hexenkunst. In diesem Fach lernten sie mit dem Hexenkessel umzugehen. Schon so manchem war der Kessel um die Ohren geflogen, weil bei der Mischung nicht richtig aufgepasst wurde. Hier hatte Parva auch schon einige Streiche durchgeführt. Man musste nur die Mischung etwas verändern und schon ergab das einen ganz neuen Effekt oder aber der Kessel explodierte. Sie hatte so schon tausende von Fröschen aus dem Kessel springen lassen und ein mal hatte der Kessel sogar Füße bekommen mit denen er sich davon machte. Es war immer ein riesen Spaß. Doch heute hatte sie es nicht auf diesen Fach abgesehen. Die Lehrerin behielt sich auch immer gut im Auge. Nach all den Vorfällen kein Wunder. In Zauberlehre waren sie beim Thema Naturzauber. Sie gehörten zu den mittleren Zaubern und waren nicht ganz so einfach, da es sich bei Pflanzen und Tieren um Lebewesen handelte. Parva und Xeria hatten dieses ein paar Mal ausgenutzt und den Bäumen einen freien Willen verpasst, als der Baum jedoch Parva packte und sie umherschleuderte war das nicht mehr so komisch, wie eigentlich gedacht. Von den drei Wochen nachsitzen mal ganz abgesehen. Wahrsagen war für Parva eins der langweiligsten Fächer überhaupt. Wer mochte auch schon in Kugeln starren, aus Händen lesen, Karten legen oder Runen würfeln? Parva jedenfalls nicht. Fascin war die Beste in diesem Fach. Ihre Voraussagen gingen immer in Erfüllung. Parva interessierte das jedoch wenig und hörte ihr meist nicht zu. Endlich hatten sie Flugunterricht. Alle Schülerinnen hatten ihre Besen dabei und am liebsten wären sie sofort losgeflogen, jedoch begann der Unterricht wie immer mit einer langen Rede, in der sie auf die Gefahren hingewiesen wurden. Alle konnten sie das schon in- und auswendig und trotzdem wurde es immer und immer wieder gesagt. Genau das ging Parva schon lang auf die Nerven und da musste jetzt etwas Aktion rein. Sie sprach leise einen Zauberspruch und alle Besen gerieten völlig außer Kontrolle. Einige flogen einfach wild umher und andere griffen ihre Besitzer an. Die Klasse rannte panisch umher. Nur Parva und Xeria standen mit ihren Besen da und lachten. Die Lehrerin hatte nach kurzer Zeit alles wieder in Ordnung gebracht und die Besen waren zu Boden gefallen. Parva musste zum Direktor sowie immer.

Nachdem sie den Rest der Stunde beim Direktor verbracht hatte und dann auch noch ihre Eltern angerufen wurden, konnte Parva endlich nach Hause fliegen. Allerdings hatte sie ein ungutes Gefühl. Ihre Mutter würde sicherlich toben. Wie gut, dass Parva nicht auf den Kopf gefallen war. Sie landete kurz vor ihrem Haus und schmiss sich demonstrativ auf den Boden, zog ein Knie an und weinte: "Mama, mein Bein, mein Bein." Ihre Mutter kam besorgt aus dem Haus gerannt: "Was machst du nur immer für Sachen?" "Tut mir leid", schlurzte sie. Ihre Mutter nahm sie in die Arme und half ihr ins Haus. Parva humpelte ordentlich, damit es auch wirklich echt aussah. Ihr Vater musterte sie mit stregenen Blick, doch als Parva erneut in Tränen aufging, nahm er ihn den Besen ab und setzte sie auf einen Stuhl. "Was sollen wir nur mit dir machen?", fragte ihr Vater ratlos. Parva schlurzte noch mal demonstrativ und erntete dafür eine tröstende Umarmung von ihrem Vater.

Auch die weiteren Tage verschonte Parva nicht mit ihren Streichen und sie musste sich Tag für Tag ein neues Schauspiel für ihre Eltern einfallen lassen. Doch die Prüfungen zum Jahresabschluss kamen näher und Parva wurde nervös. Von diesen Prüfungen hing nicht nur ab, dass man eine Klasse höher kam, nein auch welche Zauber man wirken durfte und man stieg im Rang. Die Ränge waren einfach. Zuerst startet man als Hexenkind, dass bedeutet das man überhaupt über Fähigkeiten verfügt. Schließt man dann das erste Jahr ab, ist man ein Hexenlehrling, vom Hexenlehrling gehts zur kleinen Hexe und von dieser zur Junghexe. Genau darum ging es, eine Junghexe zu werden und dann wäre es nur noch ein Jahr, um eine richtige Hexe zu sein. Danach würde sie auf Reisen gehen, um Erfahrungen zusammeln und wenn sie zurück käme, würde sie sich ein Haus zaubern oder ein Schloss, sowie Parva sich es wünschte. Um die Prüfung zu bestehen, musste man einen ganz bestimmten Zauber ausführen. Welcher es genau war, wurde jedoch nicht verraten. Was wäre, wenn es ihr nicht gelingen würde? Daran wollte Parva gar nicht denken. Leider geriet ihr öfter mal etwas außer Kontrolle, aber sie war fest entschlossen diese Prüfung perfekt zu bestehen. Parva übte fleißig vor ihrem Haus. Sie verwandelte den Wassereimer in eine Eidechse, die dann leider davon lief und ihre Mutter sich wunderte, wo der Eimer abgeblieben war. Parva wusste von nichts und half suchen, wobei sie mehr nach der Eidechse ausschau hielt, diese war allerdings schon über alle Berge. So kam es, dass Tag für Tag mehr Gegenstände verschwanden und Parva von einem fiesen Poltergeist sprach, der sie heimsuchte. Ihre Eltern taten natürlich alles, um diesen Poltergeist zu vertreiben, aber bis zum Tag der Prüfung änderte sich nichts.

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