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 Der Duft des Blutes (Kurzgeschichte)

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Luna42
Babylonier
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BeitragThema: Der Duft des Blutes (Kurzgeschichte)   05.01.17 21:56

Überall dieser Duft, dieser wunderbare Duft. Meine Sinne scheinen Achterbahn zu fahren, dei vielen Lichter der Discotheken und Bars hier in der Gegend scheinen meinen Rausch nur noch weiter zu schüren. Was würde ich dafür geben meinen Hunger stillen zu können und doch fürchte ich es. "Dann geh doch zu Grunde!" waren die letzten Worte meines Meisters, als ihn verließ. Ja, vielleicht werde ich das. Das ist auf jeden Fall besser, als dieser Rausch, diese unglaubiche Gier, dieses Verlangen. Wieso nur musste ich zu diesem Ding werden? Mein Leben, es ist vorbei. Ich warte nur noch auf die angenehme Dunkelheit, die mich endlich erlösen wird. Und doch, dieser Duft. Welch süßlicher Duft dringt von überall her. So viele schlagende Herzen, soviel Nahrung. Nein, das darf ich nicht. Ich werde zu keinem Monstrum werden, dass Menschen das Blut aussaugt. Nein, ich nicht. Tief sauge ich die Luft ein. Oh mein Gott, ich muss hier weg. Da ist eine Gasse, ein schön dunkle Gasse. Taumel ich etwa? Sieht so aus, die Häuser stehen auch ganz schief. "Ein Vampir in Blutgier und umgeben von Menschen ist wie ein Volltrunker" lehrte mich mein Meister, kurz nachdem ich mich geweigert hatte Blut zu trinken. Jetzt verstand ich sehr gut, was er damit meinte. Der kalte Boden vor meinem Gesicht. Ich stütze mich auf die Hände. Ohne es gemerkt zu haben, muss ich gestürzt sein. Der Duft, so ein intensiver Duft. "Ist alles mit ihnen in Ordnung? Soll ich einen Arzt rufen?" erklingt die Stimme einer Frau. Ich blicke auf. Sie ist so nah. Ihr Herzschlag dröhnt fast schon in meinen Ohren. Dieser wunderbare Duft. Ein Wimpernschlag, ihre grünen Augen, dann finde ich mich an ihrem Hals wieder. Nein! Oh mein Gott! Nein! Entsetzt reiße ich mich von ihr los. Sie packt sich an ihren Hals, sieht das Blut an ihrer Hand und schreit. So schrill, meine Trommelfell müsste jeden Moment platzen, doch es bleibt heil. Was habe ich nur getan? Ich stolpere zurück. Die Leute sehen mich entgeistert an. Ich wende mich ab und renne. Wohin? Ich weiß es nicht. Ich renne. Was um mich herum geschiet, nehme ich nicht mehr war. Wie konnte mir das nur passieren? Ich bin ein Monster, ein Monster.
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