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 Karasu no shugo Tenshi - DPdL - Zusatzteil - Der Schattentorwächter (von Angelfeather und Luna42)

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Luna42
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BeitragThema: Karasu no shugo Tenshi - DPdL - Zusatzteil - Der Schattentorwächter (von Angelfeather und Luna42)   28.01.18 9:15

Kapitel 1 - Eisiger Winter

Es ist lange her, dass diese Aufgabe an mich übergeben wurde. Schon über zwei Jahrtausende wache ich über das Schattentor, so wie es einst mein Vater vor mir getan hat. Bis auf ein paar Ausnahmen weiß der Rest der Welt nicht, dass dieses Tor existiert oder welches dunkle Geheimnis es hütet. Ich selbst habe nie einen Blick hineingeworfen, denn mein Vater warnte mich davor es auch nur einen Spalt zu öffnen. Die Kreaturen dahinter könnte ich nicht bezwingen. Meine Aufgabe ist dafür zu sorgen, dass es niemals geöffnet wird. Ich bin alleine hier, in einer relativ geräumigen Höhle auf einem riesigen Berg. Die Einsamkeit macht mir oft zu schaffen und lässt Zweifel aufkommen, jedoch darf ich mich von diesen nicht fesseln lassen. Es ist immer kalt hier oben, jedoch steht mir der Winter noch bevor. Er lässt sich dieses Jahr Zeit und ist eigentlich schon viel zu spät dran. Dennoch genieße ich die frische Brise, die mir ins Gesicht weht. Der Vorsprung vor der Höhle ist breit genug, um dort gemütlich zu sitzen, jedoch ist mir gerade nicht danach. Die Spitze des Berges ist von hier noch weit entfernt und nicht zu sehen. Um den Berg herum gibt es weit und breit nichts als Wald, aber diesen kann man von hier oben nicht einmal erahnen. Mein Blick schweift zu dem schmalen Pfad, welcher den Berg hinauf bis zu dieser Höhle führt. Es ist 200 Jahre her, seit ich ihn das letzte Mal betreten habe oder überprüft hatte, ob der Weg überhaupt noch bis nach unten führt. Jetzt war eine denkbar schlechte Zeit, um genau dieses zu tun. Ich werde mich wohl im Frühjahr damit beschäftigen müssen. Ein kalter Schauer läuft mir den Rücken herunter. Es ist nicht wegen der Kälte, die bin ich gewöhnt. Irgendetwas kann ich spüren. Vermutlich kommt dieses von meinen dämonischen Genen, denn mein Vater war ein Dämon. Ich denke gern an ihn und ich weiß, eines Tages wird er zurückkommen. Meine Mutter hingegen ist lange tot. Sie war eine Sterbliche, eine schwarze Magierin. Sie starb bei meiner Geburt und nahm meine Chance auf ein vielleicht zumindest anfängliches normales Leben mit sich. Eventuell sollte ich im Frühjahr einen kurzen Blick in die Welt der Sterblichen werfen. Sicherlich hat sich einiges verändert und ich wüsste zu gerne, wie es dort draußen heute aussieht. Und dann nur einen kurzen Moment mit jemanden ein oder zwei Worte wechseln. Diese Einsamkeit zerfrisst mich ganz langsam. Eigentlich sollte ich darüber gar nicht nachdenken. Meine Aufgabe ist es das Schattentor zu bewachen und ich darf meinen Posten nicht verlassen. Niemals. Und doch habe ich es schon ein paar Mal ganz kurz getan. Einfach um einen Moment zu entfliehen und nicht den Verstand zu verlieren. Mit einem Kopfschütteln versuche ich den Gedanken los zu werden. Etwas wird kommen und ich muss mich darauf konzentrieren. Ich gehe zurück in die Höhle und lege mich auf mein Bett, welches nur aus Gestein geformt wurde sowie mit etwas Stroh bedeckt. Bequem ist etwas anders, aber das Stroh hilft gegen die Kälte. Die Arme verschränke ich hinter meinem Kopf und starre zur Decke. Der Wind pfeift vor dem Höhleneingang entlang, die selbe Melodie wie immer. Langsam fallen wir die Augen zu und ich lasse mich in das angenehme Schwarz fallen.

Ein Rufen durchbricht die Stille: „Dimidius!“ Ich kenne die Stimme nicht, aber definitiv einer männlichen Person zu gehörig. Es ist stockfinster, nicht ein Lichtschein weit und breit zu sehen. „Dimidius!“ ertönt es erneut. „Wer ist da?“, rufe ich in die Dunkelheit. Meine Stimme schallt zurück. „Dimidius, sei nicht dumm. Der Winter wird eisig werden, viel zu kalt für einen Schakal. Dein braunes Fell wird sich grau färben, deine lila Augen werden weiß. Du willst doch nicht sterben oder?“ spricht die Stimme des Fremden in sanftem Klang auf mich ein. Mein Gefühl warnte mich vor etwas, aber war es der kommende Winter!? Egal, was dieser Fremde mir rät, ich darf das Schattentor nicht verlassen. Zweifel kann ich da gar nicht gebrauchen: „Verschwinde! Lass mich in Ruhe!“ Ich horche, ob eine Antwort folgt. Nichts, Stille. Nicht einmal das Pfeifen des Windes ist zu hören. Ich wage ein paar Schritte in die Dunkelheit und ein Kichern ertönt. Es knackt, ehe ich begreife, reißt es den Boden unter meinen Füßen weg und ich stürze schreiend in die Tiefe. Mit einem Schlag bin ich zurück in der Höhle und hellwach. Ein Traum, es war nichts als ein Traum. Die Erinnerung wirkte noch stark nach, als hätte ich es wirklich erlebt. Was hatte das zu bedeuten!?

Wie ihr seht, ist das Kapitel noch nicht fertig und ich stehe noch am Anfang. Aber so konntet ihr schon mal reinschnuppern. 

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