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 Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)

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Luna42
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BeitragThema: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   23.09.17 20:00

Hallo ihr Lieben!

Vorab möchte ich schon mal ein paar kurze Informationen zum Adventskalender geben. Es werden kurz vor dem 1. Dezember oben neben der Navigation rechts und links jeweils eine Tanne erscheinen. Über diese kommt ihr dann zum Adventskalender.

Seit ihr dann beim Adventskalender erscheint ein Mini-Gedicht (Vierzeiler) als Bild (jeden Tag ein anderes). Da klickt ihr dann drauf und ein Pop-up öffnet sich. Hierbei ist natürlich ganz wichtig, dass ihr Pop-ups zulasst, sonst wird das nicht funktionieren. In diesem Pop-up ist dann die jeweilige Kurzgeschichte des Tages zu finden. Ich werde immer am Folgetag die Geschichte auch hier rein posten, damit ihr sie noch mal lesen könnt oder wenn ihr sie verpasst habt, noch im Nachhinein lesen könnt.

Was ich nicht hier rein poste, sind die Vierzeiler die auf dem jeweiligen "Türchen" stehen. Falls die dann wirklich jemanden interessieren sollten, kann ich das immer noch machen. Aber generell ist das nicht geplant, da sie mit den eigentlichem Inhalt nichts zu tun haben.

An dieser Stelle möchte ich mich auch noch mal bei den Usern bedanken, die Charaktere zur Verfügung gestellt haben. Vielen lieben Dank!

Und wie abgestimmt wurde, wird es sowohl Fancharakter-/Anthro- als auch Sonic & Co.-Kurzgeschichten geben.

Bei Fragen zum Adventskalender einfach hier rein posten!

Danke!

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   02.12.17 5:36

Wenn der Kopf einem Streiche spielt

Seltsam benommen öffnete sie die Augen und blinzelte. Erst einmal, dann ein weiteres Mal, nichts als Schwärze. Unsicher tastete sie am Boden entlang, wobei Dreck und Staub aufgewirbelt wurden. Ihre Nase kribbelte, ein Niesen folgte und wieder Stille. Langsam richtete sie sich auf, ließ den Blick schweifen und entschied sich seufzend am Boden entlang zu tasten, um nicht doch irgendwo gegen zu laufen. Der Boden war glatt und hart. Vermutlich befand sie sich in einem Raum. Kein Licht drang herein, kein Sternenhimmel über ihr. Während sie über den Boden tastete, versuchte sie sich daran zu erinnern, wie sie hier her gekommen war. Alles erschien ihr wie ein wirres Chaos. So sehr wollte sie in die Fußstapfen ihrer verstorbenen Mutter treten, ihr erster Tag an der Schule und dann? Sie rieb sich die Stirn. Irgendetwas Wichtiges musste ihr entfallen sein. "Oh", überrascht tastete sie an einer Wand entlang, die sie nun erreicht hatte. Sie richtete sich doch wieder auf und folgte dem Verlauf der Wand in der Hoffnung irgendwann auf eine Tür oder sogar ein Fenster zu stoßen. Da war Etwas: kalt, hart, metallisch und Etwas, das sich wie eine Klinke anfühlte. Erleichtert atmete sie aus und drückte diese herunter. Die Tür war schwer, aber nicht verschlossen. Mit Nachdruck öffnete sie diese und blickte in einen Gang. Die elektrischen Lampen an der Decke waren nicht an, aber durch einige schmutzige Fenster schien Licht herein. So wie es ihr bisher vorkam, musste sie in einem verlassenen Gebäude sein. Durch das wenige Licht erschienen die Wände grau, der Boden fast schon schwarz. Schritte nährten sich und hallten in dem Gang nach. Nervosität packte sie. Einen Moment war sie versucht einfach wieder zurück in den finsteren Raum zu gehen und dort zu lauschen, was passieren würde. Jedoch entschied sie sich dann abzuwarten, wer dort auf sie zu kam. Kalter Schweiß rann ihr über die Stirn, gefolgt von einem nervösen Schlucken. Jemand bog um die Ecke, kräftig gebaut, ein Panter und schwarz wie die Nacht. Seine gelben Augen blickten sie an: "Du bist wach. Das ist gut, wir müssen hier sofort verschwinden." "Was!?", hinterfragte sie und war völlig verwirrt. Wer war das? Was machte sie hier und wie war sie überhaupt hier her gekommen? "Schnell!", drängte der Panter, "Sie kommen." Als sie sich immer noch nicht rührte, machte der Panter einen Satz auf sie zu, packte ihren Arm und zog sie schnellen Schrittes mit. Während der Panter sie so hinter sich her zog, kam ihr ein Gedanke: "Meine Klasse! Was ist mit meiner Klasse? Ich muss sie suchen!" "Du suchst jetzt niemanden", entgegnete der Panter, "Vermutlich sind die eh tot. Als wir dich fanden, warst du alleine." "Wo sind wir?", hinterfragte sie nun weiter. So unwissend, wollte sie nicht bleiben. Wenn sie sich doch nur erinnern könnte!? "In einer Fabrik. Hier arbeitet aber schon ewig niemand mehr", erklärte der Panter kurz und zog sie weiter. Eine Explosion war zu hören, die Erde bebte. Panisch klammerte sie sich an den Panter: "Was ist hier los?" Durch die Umklammerung konnte der Panter nicht weiter rennen und war gezwungen stehen zu bleiben, ehe er mit ihr stürzen würde. "Das weißt du nicht? Die dunklen Hexenmeister der Osthexe sind hier und sie werden uns töten, wenn wir nicht schnell verschwinden", erklärte er verärgert, schob sie etwas von sich weg, packte wieder ihre Hand und rannte los. Unsicher stolperte sie hinter ihm her, versuchte aber Schritt zu halten. "Nein, das kann nicht sein", sagte sie mehr zu sich selbst, "Ich habe noch nie von einer Osthexe oder irgend so etwas gehört. Noch nie!" "Aber...", begann der Panter, als ein erneuter Knall ertönte, die die Erde erneut erschütterte. Sie verlor das Gleichgewicht und stürzte. Innerlich schrie sie auf. Würde sie sterben? Waren alle Kinder ihrer Klasse tot? Hatte sie als Lehrerin kläglich versagt? Schwärze. "Frau Kirsch-Bruns... Frau Kirsch-Bruns..." Irgendjemand rief ihren Namen, eine Frauenstimme. Sie öffnete die Augen und erblickte die herrlich weißen Wände des Krankenzimmers der Schule. Verwundert richtete sie sich auf: "Was...?" Erleichterung war von der Frau, die an ihrem Bett saß, zu vernehmen: "Gott sei Dank. Ich war schon am überlegen, ob ich den Krankenwagen rufe. Sie hatten einen wirklich schlimmen Sonnenstich. Die Kinder sollen nicht umsonst eine Kopfbedeckung tragen bei diesem Wetter. Sie sollten sich auch nicht zu lange in der Sonne aufhalten. Achten sie besser auf sich." Elke lächelte: "Ja, Sie haben recht. Tut mir leid, dass ich ihnen solche Umstände bereitet habe."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   03.12.17 7:11

1. Dezember 2017

Trotz der Kälte und dem unwegsamen Gelände bin ich gut voran gekommen. Um 11:13 Uhr unserer Zeit erreichte ich den Tempel der Partia. Den Aufzeichnungen meines Vaters zufolge soll es ein sehr friedvolles Volk gewesen sein. Dennoch waren sie der Natur und des Verständnisses des Lebens näher, als jedes uns bekannte Volk zu dieser Zeit. Der Tempel ist äußerlich bereits sehr von Moos und Rangpflanzen überwuchert. Dennoch lassen sich einzelne Symbole erkennen. Der Mond und die Sonne spielten für das Volk eine große Rolle und dieses ist auch äußerlich zu erkennen. Vermutlich hatten die Partia Einfluss auf den Lebenszyklus. Sich selbst eingeschlossen. Den Aufzeichnungen zufolge sollen sie über hunderte von Jahren alt geworden sein. Die steinerne Tür ließ sich nur mühsam öffnen. Auch hier hatte die Zeit bereits ihre Wirkung getan. Stück für Stück holt sich die Natur zurück, was einst ihr gehörte. Ich schaltete die Taschenlampe ein, um besser sehen zu können. Das spärliche Licht des Eingangs erhellte nur die ersten paar Meter des Weges durch den Tempel. Wie bereist außen, gibt es hier einige Symbole und Darstellungen von Sonne und Mond. Aber auch andere Sterne und Planeten wurden in spektakulärer Form dargestellt, wie Mars und Saturn. Wenn wir betrachten, dass es zu damaliger Zeit keinerlei Ausrüstung zur Sternforschung wie in der heutigen Zeit gab, ist das eine unglaubliche Leistung. Doch wie genau sie den Sternenhimmel erforscht haben, werde ich heraus finden. Das ist mein Ziel. Meinem Vater gelang dieses nicht, obwohl er sich sehr lange damit beschäftigt hatte. Dennoch bin ich mir sicher, dass es eine Antwort darauf geben wird. Glücklicher Weise konnte ich auf die Aufzeichnungen meines Vaters zurück greifen und bin so den tückischen Fallen, die Räubern fern halten sollen, entgangen. Trotz des äußerlichen sehr überwucherten Gesamteindrucks ist das innere des Tempels in einem ausgesprochen gutem Zustand. Keinerlei Risse in den Wänden und die Verzierungen waren gut zu erkennen. Ich ging zuerst in die Haupthalle des Tempels. Die atemberaubenden Säulen fielen mir zuerst ins Auge. Eine wirklich bemerkenswerte Arbeit. Wie eine Schlange zieht sich die Verzierung an der Säule empor und führt uns von der goldenen Sonne zum düster bläulichem Mond. Der Altar war in ähnlicher Weise verziert. Eine Mischung aus Tag und Nacht. Ich blickte mich etwas um und fand ein altes Buch, ähnlich einer Bibel. Die Seiten erschienen relativ gut erhalten zu sein und auch der Einband ist vor allem durch den Staub ergraut. Zeigt sonst aber keine schlimmeren Altersanzeichen, was auf eine besondere Form der Verarbeitung hindeutet. Ich beschloss es einzupacken, um mich später damit zu beschäftigen und vielleicht auch das Material genauer in Augenschein zu nehmen. In ein Tuch eingewickelt packte ich es in meinen Rucksack. Seit dem ich nun wieder im Hotel bin, beschleicht mich das Gefühl verfolgt zu werden. Ich habe daher beschlossen schon frühzeitig abzureisen und habe meinen Reiserucksack gepackt. Der Flug geht allerdings erst morgen früh um 07:00 Uhr. Ich hoffe auf keine unangenehmen Überraschungen bis dahin. Das Buch werde ich mitnehmen, um meine Studien fortzusetzen. Zu einem späteren Zeitpunkt will ich es wieder an seinen Platz zurück bringen. Es versteht sich von selbst, dass man den alten Völkern seinen Respekt erweist und das Buch an seinen Ursprungsort zurück bringen sollte. Das Risiko meine Forschungen hier fortzusetzen ist mir jedoch einfach zu groß, auch wenn mein Inneres mir sagt, ich sollte das Buch nicht seinem Ursprungsort entreißen. Ich habe keine Ahnung, wer mich verfolgen sollte, aber sicherlich hat es etwas mit dem Tempel auf sich. Schließlich gibt es nicht wenige, die sich nach einem langen und gesundem Leben sehnen. Die Partia hatten das. Der Gedanke erscheint den meisten sicherlich genauso verlockend, wie der Jungbrunnen. Wobei dieser nur eine Legende ist, vermutlich. An jeder Geschichte soll schließlich etwas Wahres dran sein, daher sollte ich nicht so voreilig urteilen. Es klopft an der Tür. Einen Zimmerservice hatte ich nicht bestellt und werde daher vorsichtig sein. Weitere Ergebnisse werde ich zurück in Lyonia niederschreiben.

01.12.2017 19:14 Uhr

Shauni Lian (Shay)

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   04.12.17 6:48

Sonic der irre Igel

"Einsame Klasse, dieses Mal habe ich mich selbst übertroffen", verkündete Dr. Robotnik seinen beiden Helfern Scratch und Grounder, "Ihr müsst mich daran erinnern, dass ich mir die Medaille für extra fiese Gemeinheiten verleihe. Ich finde, ich habe sie verdient." In seinem Labor hatte er gerade die neuste Maschine entwickelt, um Sonic endlich das Handwerk zu legen. Verwundert blickte Scratch zu Dr. Robotnik: "Haben Sie sich diese Medaille nicht erst vorige Woche verdient?" Verärgert schrie Dr. Robotnik ihn an: "Na gut, denk dir einen besseren Preis aus." Scratch hielt sich mit seinen Bedenken zurück, während Grounder vor Schreck zurück wich. Schließlich wussten die beiden zu gut, dass es bisher nie geklappt hatte. Was also sollte diese Maschine besser machen? "Ich zeige es euch", beschloss Dr. Robotnik und drehte die Maschine in Position. Im gleichen Moment stieß Grounder gegen einen Tisch mit Allerlei Werkzeugen und eigenen Gläsern mit einer klebrigen Substanz. Eines der Gläser drohte zu Boden zu fallen und Grounder versuchte es im letzten Moment noch zu erhaschen. Sein Arm schnellte dagegen und das Glas flog in einem hohen Bogen zu Scratch, zerschlug auf seinem Kopf und die klebrige schon fast teigartige Substanz verteilte sich auf seinem Kopf. Wütend blickte er Grounder an, als Dr. Robotnik die Maschine einschaltete und diese auf Scratch gerichtet hatte. Der bläuliche Strahl traf den Robo-Hahn. Eine dicke Eisschicht umgab ihn, er war starr gefroren. Grounder klopfte gegen ihn: "Das ist wirklich genial, Dr. Robotnik. Sie sind mein wahres Vorbild." "Damit habe ich die Möglichkeit alle Bewohner von Mobius einzufrieren", erklärte Dr. Robotnik selbstsicher. "Auch den ekligen Igel?", hinterfragte Grounder. Dr. Robotnik war sich dessen sicher: "Ganz besonders den ekligen Igel." Grounder betrachtete den gefrorenen Scratch: "Aber wie sollen wir das denn anstellen, wenn Scratch eingefroren ist?" Mit der Kurbel an der Maschine stellte Dr. Robotnik diese neu ein. Ein weiterer Schuss wurde auf Scratch abgefeuert, dieses mal war er orange. Scratch ist wieder voller Leben. "Ich bin ja ganz nass", bemerkte Scratch verwundert und hatte wohl nichts von seinem gefrorenen Dasein mitbekommen. Kurze Zeit später waren die beiden Handlanger bereits in der nächsten Stadt unterwegs, um alles in einen Schockgefrierzustand zu verwandeln. Wenn es nicht eine Ewigkeit in eisiger Starre bedeuten würde, wäre das sogar ein wunderschöner Anblick. Die Stadt wirkte wie eine märchenhafte, riesige Eislandschaft mit dem besonderen Glanz im Sonnenlicht. Sonic und Tails kamen kurz darauf in der gefrorenen Stadt an. Bibbernd stand Tails da und blickte sich um: "Was ist passiert, Sonic?" "Tja, vorläufig würde ich sagen", begann Sonic und holte dabei eine Wetterkarte hervor, die er Tails präsentierte, "Was wir auf dieser Wetterkarte sehen, ist eine stabile und örtlich begrenzte starke Kaltwetterfront. Und die Ursache dafür ist mit großer Wahrscheinlichkeit: Dr. Robotnik." Die beiden nahmen ein betörendes Lachen in der Nähe war und folgten diesem. Es dauerte nicht lange und sie erblickten Scratch und Grounder in der Stadt, wie sie mit einem Schlitten eine seltsame Maschine transportierten. "Was macht ihr beiden denn hier?", hinterfragte Sonic. Scratch beantwortete seine Frage so gleich: "Wir sind hier im Dienste unseres erhabenen und erleuchteten Meister... oder so." Ohne große weitere Worte eröffneten Scratch und Grounder das Feuer. Sonic packte Tails und rannte blitzschnell um die nächste Ecke, wo er Tails zurück ließ. Die beiden feuerten unerlässlich weiter und an den getroffenen und sowieso schon gefrorenen Häusern und Objekten bildeten sich lange Eiszapfen. "Ihr kriegt mich doch nie", spottete Sonic und rannte um sie herum. Grounder manövrierte den Schlitten immer wieder in eine neue Position, während Scratch fast ununterbrochen versuchte den flinken Igel zu treffen. Es kam, wie es kommen musste und einige Eiszapfen fielen herunter auf die beiden Bösewichte. Während diese noch Sternchen sahen, schnappte Sonic sich den Schlitten mit der Maschine, um ihn zu Tails zu bringen. Der kleine Fuchs war begeistert und kümmerte sich sofort um die richtige Einstellung der Maschine: "Das war wirklich klasse, Sonic." "Ach, das war doch nicht der Rede wert." Als Tails begann wieder alles aufzutauen, machten sich die beiden Roboter aus dem Staub. Dr. Robotnik hatte alles durch sein Teleskop beobachtet und kochte nur so vor Wut: "Ich hasse diesen Igel!"

Sonic sagt: "Tue nie etwas von dem du glaubst, dass es Unrecht ist. Auch wenn andere sagen, dass es cool ist. Lass dich niemals beschwatzen."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   05.12.17 7:00

Die Weihnachtsgeschichte

Artig, wie jeden Abend, saß La Mare in ihrem Bett, hatte die Decke bis knapp über die Brust gezogen und erwartete gespannt die Gute-Nacht-Geschichte von ihrem Onkel: "Was ließt du mir heute vor, Onkel Aposter." Das nun schon 10-jährige Mädchen lebte seit einem Jahr bei ihrem Onkel unter den weißen Magiern. Sie hatte viel durch machen müssen und konnte nun ein normales Familienleben führen, so wie es für Mädchen in ihrem Alter sein sollte. Jedenfalls so normal, wie ein Leben unter den weißen Magiern sein konnte. Ihr Cousin war der Herrscher der weißen Magier. Sie selbst war allerdings keine weiße Magierin, zumindest nicht direkt. Sie war ein Rosenengel und entsprach zumindest vom Aussehen her den Engeln, die sich die Gewöhnlichen vorstellten. Auch Aposter war kein weißer Magiern, sondern ein Schwarzer. Er hatte in die Familie eingeheiratet. La Mare war seine Nichte brüderlicherseits. "Da es nun bald Weihnachten ist, werde ich dir heute eine Weihnachtsgeschichte vorlesen", erklärte Aposter und setzte sich auf den Rand des Bettes. Ein Buch mit rotem Band schlug er auf und lass den Titel der Geschichte vor: "Der Weihnachtsabend." Die junge Wölfin kuschelte sich in ihre Bettdecke und hörte gespannt zu. "Am 24. Dezember durften die Kinder der weißen Magier den ganzen Tag über nicht in den Aufenthaltsraum hinein. In einem Winkel des Speisesaals saßen Sacer und Vere, die tiefe Abenddämmerung war bereits draußen zu sehen. Ein wenig schaurig war ihnen zumute, da es so ruhig war und kaum einer der Erwachsenen sich blicken ließ. Sacer erzählte seiner jüngeren Schwester Vere, dass er es schon seit früh am Morgen hat rascheln hören sowie leise pochen. Da klatschte Vere vor Freunde in die Hände: "Ach, was wird man nur Schönes für uns gemacht haben?" Sacer meinte, es könnte nichts anders sein, als ein Schloss, wunderschön in weiß, wie früher die große Stadt "White Place" mit allerlei wunderbar gearbeiteten Figuren, die das Schloss wie eine Festung verteidigen. Niemals würde ein schwarzer Magier oder gar ein Dämon hinein dringen können. "Nein, nein", unterbrach Vere ihn, "Du weißt genau, dass Gabriel keine Gewalt und keinen Krieg sehen möchte. Der Frieden ist das Wichtigste. Ich denke nicht, dass wir eine bewachte Festung bekommen. Ich glaube eher, dass wir eine Spieluhr bekommen mit wunderschönen Gesängen der Engel." "Niemand kann in den Himmel gehen und zurück kehren", fiel Sacer etwas verärgert ihr ins Wort, "und eine Spieluhr kann auch keine Gesänge abspielen. Da ist mir doch etwas einfaches lieber. Mama und Papa haben uns immer etwas Schönes geschenkt." Es war inzwischen ganz dunkel draußen geworden und die beiden hatten sich eng aneinander gekuschelt. Sie warteten mit den anderen Kindern sehnsüchtig auf das Klingeln der Glöckchen, welches traditionsgemäß die Bescherung ankündigte. Klingling, Klingling, die Kinder sprangen auf und rannten aus dem Speisesaal hinaus in den Flur, herüber zum Aufenthaltsraum. Ein großer und prachtvoller Weihnachtsbaum erstrahlte in der Mitte des Raumes mit weißen und silbernen Kugeln, echten weißen Kerzen sowie auf der Spitze eine silberne Krähe. Unter dem Baum lagen viele verschiedene Geschenke für die kleinen weißen Magier. "Kommt nur näher und seht, was euch beschwert worden ist", forderte einer der Elten auf, während das Strahlen der Kinder die Herzen aller erfüllte.", beendete Aposter die Geschichte, "Hat sie dir gefallen, La Mare?" Sie nickte lächelnd: "Ja, sehr. Wie werden wir Weihnachten feiern?" Aposter überlegte: "Also es wird einen kleinen Baum bei uns ihm Wohnzimmer geben, den kannst du auch gerne zusammen mit Apollon schmücken. Ganz traditionell. Es wird dir sicher gefallen und am Weihnachtsabend gibt es dann die Geschenke." "Es ist noch so lange hin", schmollte La Mare etwas und konnte es kaum erwarten ihr ersten Weihnachten bei den weißen Magiern zu verbringen. "Ich denke Fusco wird uns bis dahin sehr auf Trab halten", meinte Aposter daraufhin gedankenversunken an das letzte Weihnachten, "Venusta wollte unbedingt selbst Plätzchen backen und nicht die nehmen, die für alle im Haus sind. Du weißt ja, was für eine Naschkatze Fusco doch manchmal ist. Die Plätzchen schmeckten ihm scheinbar so gut, dass er sie alle aufgegessen hat. Venusta musste dann neue Plätzchen backen, obwohl ich mich auch mit den anderen zufrieden gegeben hätte. Dennoch bestand sie darauf. Beim zweiten Mal haben wir die Plätzchen verstecken müssen. Gar nicht so einfach, bei einem Dämon. Die haben einen guten Geruchssinn, auch wenn man bei Fusco immer glaubt, dass er seine Dämonenkräfte nicht zu nutzen weiß." La Mare kicherte und hatte da schon ihre ganz eigenen Vorstellungen zu im Kopf: "Ich bin schon gespannt was für Plätzchen es alles geben wird. Ob Apollon auch mit mir backen wird?" Sie strahlte bei dem Gedanken daran. Lachend strich Aposter ihr über den Kopf und zog die Decke noch einmal etwas hoch: "Ich glaube nicht, dass Apollon viel Ahnung davon hat. Jetzt wird aber geschlafen. Augen zu." Er stand auf und ging zur Tür: "Gute Nacht, La Mare."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   06.12.17 7:14

Die Ausstellung

"Oh-je! Warum habe ich nur nicht auf die Uhr geschaut?", schallte sie sich selber und rannte halb stolpernd durch die Straße. Block und Stift hatte sie in der linken Hand und ihre Umhängetasche hing ganz schief über ihrer Schulter. Hektisch war sie aufgebrochen, als sie einen Blick auf ihre Armbanduhr geworfen hatte. Am Stadtrand von Starlight Town hatte sie an ihrem neusten Werk gearbeitet. Eigentlich wollte sie dort nur ein oder zwei Stunden verweilen und etwas Inspiration schöpfen, doch die Zeit war nicht auf ihrer Seite gewesen. Es war inzwischen fast Mittag geworden. Nun musste sie sprinten, um noch rechtzeitig zur Eröffnung der Ausstellung zu kommen. Die Kunstausstellung mit ihren Werken unter denen von vielen anderen bekannten Künstlern und sie kam zu spät. Der Galerist hatte ausdrücklich darauf bestanden, dass die Künstler bei der Eröffnung dabei wären. Das war eine Katastrophe. Diese Chance durfte sie nicht in den Sand setzen. "Tut mir leid", rief sie einer Passantin zu, die sie versehentlich angerempelt hatte. Ein Blick auf die Rathausuhr verriet ihr, dass sie noch fünf Minuten hatte. Zum Glück war es nicht mehr weit, dennoch war die Zeit knapp. Sie beschleunigte ihr Tempo erneut, obwohl sie bereits von Seitenstichen geplagt wurde. Bremsen quietschten, Hupen ertönten, als sie quer über die Straße rannte, um das letzte Stück bis zur Galerie zu überbrücken. Ihre Schritte wurden langsam, noch einmal die Kleidung zurecht gerückt, die Tasche richtig platziert und die Zeichenutensilien weg gepackt. Ein tiefer Atemzug, um sich wieder zu beruhigen, dann ging sie die Treppen hinauf und in die Galerie. Viele Gäste hatten sich bereits versammelt, aber es war noch kein Einlass. Sie hatte es gerade so geschafft. "Entschuldigen Sie... dürfte ich mal... Verzeihung...", mit diesen Worten kämpfte sie sich durch die Menge nach vorne und wurde auch gleich von einem der Ticketkontrollire durch gewinkt: "Sie sollten sich beeilen, Monsieur Doué erwartet sie schon." "Vielen Dank, ich beeile mich", antwortete sie noch im davon gehen und legte noch einmal einen Schritt zu. Monsieur Doué besprach gerade die letzten Details mit den Künstlern, als sie dazu stieß. Tadelnd blickte er sie an: "Madame Malice, sie sind spät." "Das tut mir fürchterlich leid, Monsieur. Ich war so vertieft in meine Zeichnung, da habe ich die Zeit vergessen", erklärte Malice freundlich und lächelte ihn dabei unschuldig an. Monsieur Doué seufzte hörbar: "Diese Künstler bringen mich noch einmal ins Grab, aber es hilft ja nichts. Wir müssen uns beeilen, die Eröffnung ist gleich. Schön freundlich lächeln und nett aussehen." Er klatschte dann zwei Mal in die Hände: "Kommt, kommt, die Besucher warten schon." Monsieur ging voraus zum Eingang und die restlichen Künstler folgten ihm. Auch Malice mischte sich unter diese, atmete noch einmal tief durch und setzte ihr schönstes Lächeln auf. Das war heute ihr Tag - endlich hatte sie es in eine Ausstellung geschafft und viele Leute würden ihre Kunst bewundern. Beim Eingang versammelten sich die Künstler alle gut sichtbar und Monsieur hielt eine Ansprache, wobei er die Gäste willkommen hieß sowie die einzelnen Künstler vorstellte. Als Malices Name fiel, wurden ihr die Knie ganz weich. Der erste Schritt um ihren Traum zu verwirklichen war getan. Jetzt mussten ihre Bilder nur noch gut ankommen. Die Besucher wurden eingelassen. Während viele sich in der Galerie verteilten, gingen auch einige der Gäste zu den Künstlern. Da Malice noch eine unbekannte Künstlerin war, wunderte es sie nicht, dass keiner der Besucher zu ihr ging. Unruhig blickte sie sich um, ehe sie die Gruppe der Künstler verließ und ihre eigenen Werke aufsuchte. Die Reaktion der Besucher musste sie einfach sehen. Es war für sie alles wie ein vorweihnachtliches Geschenk, ein Traum der endlich war wurde. Das Herz in ihrer Brust schien bis zum Hals zu pochen. Etwas entfernt blieb sie stehen und beobachtete, wie die Leute auf ihre Bilder reagierten. Einen besonderen Zauber schien der nächtliche Wald mit den Glühwürmchen auszustrahlen. Die Besucher blieben lange davor stehen und unterhielten sich auch darüber. Mit jedem Bild verband Malice so viele Gefühle und wollte diese auch immer herüber bringen. Scheinbar war es ihr bei diesem Gemälde wirklich gelungen. Sie freute sich schon ihrer Freundin davon zu berichten. Sie hatte es geschafft - Sie war eine richtige Künstlerin.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   07.12.17 6:36

Sonic X

Es war der Tag vor Nikolaus und Cheese sowie Cream waren total aufgeregt. Ella hatte so viele schöne Plätzchen gebacken, sodass es im ganzen Haus nach Zimt und Vanille roch. "Solange ich weg bin, verlasst ihr nicht das Haus", erklärte Chris den beiden. "Klar", antworte Cream mit ihrer zarten Stimme, sowie auch der Chao zustimmte. "Bis später", meinte Chris dann beruhigt und verließ sein Zimmer, wo er die beiden zurück ließ. Auch wenn Cream und Cheese es ihm versichert hatten, dass Haus nicht zu verlassen, so wollten sie doch so gerne nach draußen. Es hatte geschneit und die weiße Winterpracht war für jedes Kind ein verlockender Spielplatz. "Komm Cheese, gehen wir runter zu Ella", entschied Cream, auch wenn sie so gerne nach draußen gegangen wäre. In der Küche angekommen, sahen die beiden wie Ella gerade Teig vorbereitete. "Was machst du denn da schönes, Ella?" "Oh Cream, ich backe einen Früchtebrot. Willst du mir helfen?", antwortete sie mit einem warmen Lächeln im Gesicht. Cream nickte und setzte sich auf einen der Hocker in der Küche, um besser auf die Arbeitsfläche blicken zu können. Ella zeigte ihr, was sie bereits in die Schüssel getan hatte: "Ich habe bereits die Äpfel in Stückchen geschnitten und mit Zucker bestreut." Cream warf einen Blick auf das Rezept, um zu sehen, was als nächstes zu tun war. Den ersten Schritt hatte Ella bereits getan und die 500 g Äpfel in Würfel geschnitten, in eine Schüssel gegeben und dann mit 100 g Zucker bestreut. Nun brauchte man eine zweite Schüssel für die restlichen Zutaten. "Wir müssen jetzt die 180 g Rosinen in die andere Schüssel geben", begann Cream, während Cheese über die Arbeitsfläche flog und die Tüte mit diesen anhob. Für so einen kleinen Chao eine ganz schöne Arbeit, aber die Tüte war zum Glück klein, sodass es ihm gelang diese zu Ella und Cream zu fliegen. "Vielen Dank, Cheese", bedankte sich Ella und schnitt die Tüte auf, um auf der Küchenwaage die richtige Menge ab zu füllen. In der Tüte waren nämlich 200 g Rosinen und somit ein wenig zu viel für das Früchtebrot. "Ich habe noch nie Früchtebrot gegessen", erklärte Cream, während sie Ella zu sah. "Das wird dir gefallen. Es ist wunderbar süß und dennoch fruchtig. Genau das Richtige zur Weihnachtszeit", erklärte diese und füllte die Rosinen in die Schüssel. "Dann brauchen wir noch", begann Cream und lass die restlichen Zutaten für die zweite Schüssel vor, "80 g ganze Mandeln, 330 g Mehl, 1 Päckchen Backpulver, 1 Esslöffel Kakaopulver, 1/2 Päckchen Lebkuchengewürz, etwas Zimt und eine Prise Salz. Das alles sollen wir mit einem Kochlöffel durch rühren." Ella füllte die richtigen Mengen in die Schüssel und reichte dann Cream die Schüssel, sowie einen Kochlöffel: "Möchtest du das für mich machen?" "Gerne", strahlte Cream und begann die verschiedenen Zutaten in der Schüssel ein paar mal umzurühren, bis diese eine gute Mischung ergaben. "So, Ella?", fragte sie und kippte die Schüssel leicht in Ellas Richtung. "Das hast du wirklich toll gemacht", lobte sie. Cheese klatsche freudig mit seinen Händchen: "Chao, Chao." Ella zog die Schüssel etwas beiseite, während Cream einen erneuten Blick auf das Rezept warf, denndoch konnte sich Ella bereits denken, was als nächstes kam: "Nun brauchen wir etwas Milch." Cream nickte lächelnd: "Wir sollen nach und nach Milch in die zweite Schüssel geben, etwa 250 ml, bis ein geschmeidiger Teig entsteht. Wann ist denn ein Teig geschmeidig?" Ella holte die Milch aus dem Kühlschrank und überlegte, wie sie das erklären könnte: "Nun ja, das heißt, dass der Teig dann zusammen klebt und nicht krümelt. Es wird also eine Masse. Ich zeige es dir." Sie füllte langsam die Milch in die zweite Schüssel und rührte dabei mit dem Kochlöffel um. Immer mehr wurden die vielen Zutaten zu einem kompletten Teig. "Und jetzt müssen wir noch die Apfel-Zucker-Mischung hinzu geben", erklärte Ella, ohne das Cream noch einmal auf das Rezept schauen musste. Cream streckte sich nach vorne, um an die erste Schüssel zu kommen, zog sie zu sich heran, um diese dann mit in Ellas Schüssel zu geben: "Das sieht schon richtig lecker aus, Ella. Sind wir denn jetzt fertig?" "Fast", antwortete Ella lächelnd und holte eine Kastenform heraus, sowie etwas Butter und Küchentücher, "Du könntest mir jetzt schon einmal die Kuchenform mit der Butter einfetten, während ich den Ofen auf 175 °C vorheize." Cream nahm sich etwas von den Küchentüchern, schmierte dieses mit der Butter ein und trug die Fettschicht auf die Kastenform auf. Cheese half ihr dabei und hielt die Form fest, damit diese nicht weg rutschte: "Das ist gar nicht so einfach", bemerkte Cream. Ella lachte leicht: "Ich bin mir sicher, dass bekommt ihr beide hin." Nachdem der Ofen vorgeheizt, sowie die Form eingefettet war, füllte Ella den Teig in die Form, verteilte diesen gleichmäßig und strich ihn glatt. Schon stellte sie die Backform in den Ofen. Gespannt blickte Cream zu diesem: "Wann dürfen wir denn probieren?" "Er muss jetzt eine Stunde backen", erklärte Ella, "dann abkühlen und mit Puderzucker bestreut werden. Morgen, an Nikolaus, bekommt jeder ein Stück." Inzwischen hatte Cream auch ganz vergessen, dass sie eigentlich viel lieber draußen im Schnee wäre und genoss mit Cheese und Ella die schöne Zeit in der weihnachtlichen Küche.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   08.12.17 7:06

Der Weihnachtsmarkt

Sie stand vor ihrem Spiegel im Badezimmer und kämmte sich die Haare. Gerade einmal 7 Jahre alt und sie musste so ziemlich auf eigenen Füßen stehen. Immer wieder blickte sie sich von allen Seiten im Spiegel an. Es war noch gewöhnungsbedürftig, dass der Spiegel ihr dieses Wolfsgesicht präsentierte, welches ihr eigenes wahr. Sie lebte bei Frau Kirschbruns, die noch nicht von der Arbeit zurück war. Eigentlich wollte sie sich nur kurz die Haare richten, starrte jetzt aber schon eine gefühlte Ewigkeit in diesen Spiegel: "Na los, Vanessa! Du wolltest doch alles mutig angehen." Dabei sprach sie mit ihrem eigenen Spiegelbild, lächelte dieses an und marschierte aus dem Badezimmer. "Ich fange auf dem Weihnachtsmarkt an. Wie viel anders kann es hier schon sein?", sprach sie mit sich selbst und verließ die Wohnung. Draußen auf der Straße waren bereits viele Leute unterwegs, die Schaufenster waren weihnachtlich dekoriert. Dennoch war es recht warm in der Stadt und es würde hier wohl keinen Schnee geben. Frau Kirschbruns und sie hatten entschieden in dieser Stadt zu bleiben. Es war eigentlich immer Sommer, aber Weihnachten wurde hier dennoch gefeiert. Sicherlich hätten sie auch in eine andere Region ziehen können, aber für den Anfang war das hier eine gute Wahl. In T-Shirt und kurzer Hose lief sie zu dem Platz, an dem der Weihnachtsmarkt sich befinden sollte. Sie war ganz schön aufgeregt, was sie dort erwarten würde. Gäbe es einen Weihnachtsmann? Das Christkind? Kannte man Weihnachtsbäume? So viele Fragen, die ihr im Kopf herum schwirrten. Ein Weihnachtsbaum musste sein. Vanessa konnte sich gar nicht vorstellen, wie ein Weihnachten ohne Baum wäre. Das wäre schrecklich! Selbst im Heim hatte es immer einen Weihnachtsbaum gegeben. Irgendwie vermisste sie ihre Freunde, aber es half nichts zurück zu blicken. Sie atmete tief durch und bog in die Straße ein, die zu dem Weihnachtsmarkt führte. Sie war nicht die Einzige auf dem Weg dort hin. Einige Eltern mit ihren Kindern waren ebenfalls auf dem Weg dorthin, sowie das ein oder andere Pärchen. Weihnachten war doch eine schöne Zeit, eine Zeit mit Familie und Freunden. Nur hatte sie die nicht. Alles was ihr geblieben war, war Frau Kirschbruns. Sie schüttelte den Kopf, um den Gedanken los zu werden. Ihr war gar nicht aufgefallen, wie nahe sie dem Weihnachtsmarkt schon gekommen war und staunte, wie schön dekoriert die einzelnen Holzmarktbuden waren. Es glitzerte und funkelte überall. "Wow", meinte Vanessa erstaunt und lief auf den Platz. Der Geruch von Lebkuchen und Marzipan stieg ihr in die Nase. Der erste Stand verkaufte gleich allerlei Süßigkeiten, auch waren Dominosteine, Zuckerwatte und kandierte Wandeln dabei. Aber sie würde nicht gleich ihr ganzes Geld am ersten Stand verbraten, sie war hier weil sie etwas typisch Weihnachtliches kaufen wollte - ein besonderes Geschenk. Am Stand gegenüber gab es verschiedene Figuren, wie Vanessa feststellen konnte, gab es hier auch Nussknacker. Allerdings wurden dieser immer als Biber dargestellt. Wie passend, dachte sie. "Wie schön", staunte sie und lief näher an den Stand heran, dabei blieb sie vor einer Figur staunend stehen. Es war ein kleiner Engel, eine weiße Häsin mit goldenen Strähnen im Haar, glitzernden weißen Flügeln und einem silbernen Kleidchen. "Entschuldigen Sie", sprach Vanessa den Verkäufer an, "könnten Sie mir diese Figur zurück stellen. Ich komme später noch einmal vorbei." Der Verkäufer lächelte: "Natürlich, meine Kleine. Da hast du wirklich ein gutes Auge. Die Figur ist handgemacht." Er packte die Figur dann weg, damit sie niemand anders kaufen konnte. Vanessa lächelte dankbar: "Vielen Dank. Bis später." Erleichtert ging sie weiter über den Weihnachtsmarkt. Die Engelsfigur könnte genau das sein, was sie suchte, aber vielleicht gäbe es noch etwas besseres. Zwischen Bäckerständen mit Kuchen, Plätzchen und Zuckerstangen, gab es auch Waffelstände, weihnachtliche Tees und süßes Brot mit Zimt. Auch wenn ihr das Wasser im Munde zusammen lief, konnte sie nichts kaufen. Die Figur kostete schon 20 Ringe und mehr hatte sie nicht dabei. In der Mitte des Marktes stand ein bläulich geschmückter Weihnachtsbaum. Auch wenn die Farben recht kalt waren, war er wunderbar anzusehen. Irgendwie war das auch ein angenehmes Gefühl bei der Wärme. Sie schmunzelte glücklich vor sich her, denn jetzt wusste sie, dass sie auf einen Weihnachtsbaum nicht verzichten brauchte.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   09.12.17 11:51

Basteln für das Waisenhaus

Sovos legte die Beutel Butterbrotpapier zu den anderen Sachen auf dem Tisch. Apollon blickt skeptisch auf das Material: "Butterbrotpapier, Weihnachtsservietten, Pinsel und was ist das?" Er hob die Flasche Klebstoff hoch: "Serviettenkleber? Was basteln wir denn dieses Jahr." "Du weißt doch, dass wir nicht so viel Zeit haben und jeder mit anpacken muss. Also muss es schnell gehen", erklärte Sovos. La Mare blickte interessiert zu den einzelnen Bastelmaterialien. Wie Aposter ihr erklärt hatte, gehörten den weißen Magiern einige nennenswerte Unternehmen. Das erklärte auch, wie sie diesen außergewöhnlichen Lebensstil finanzieren konnten. Diese Unternehmen beteiligten sich an viel Gutem für die Nichtmagischen, wie Heilmittelforschung, Sicherheitssysteme, Verbrechensbekämpfung und auch einige Waisenhäuser gehörten dazu. Für diese wurde zu Weihnachten gebastelt und Kleinigkeiten verschenkt. "Das ist mir schon klar", entgegnete Apollon, "aber was genau soll das werden?" La Mare nahm sich eine der Butterbrotpapiertüten und eine Serviette, dabei musterte sie beides: "Etwas daraus basteln..." Ihr Blick ging zu dem Kleber: "Ah, wir kleben die Servierten auf die Papiertüten." Sovos nickte: "Richtig. Ich zeige euch einmal, wie es geht. Zuerst löst ihr das Motiv von der Servierte, denn wir brauchen nur die äußerste Schicht. Dann wird ein Motiv vorsichtig heraus getrennt." Wie beschrieben nahm der die Servierte auseinander und trennte dann eines der vier Motive durch leichtes reißen außen herum heraus. Er nahm eine Papiertüte und legte das Motiv darauf: "Und jetzt Pinsel und Kleber." Der Pinsel wurde dabei von Sovos in etwas Kleber getaucht und die Servierte wurde praktisch auf die Papiertüte gemalt. Danach faltete er die Papiertüte auseinander, dass sie gut stand: "Das war es auch schon. Sie trocknen und dann kommen kleine Überraschungen und Süßigkeiten hinein." La Mare war sofort begeistert: "Au-ja, da will ich auch helfen." Sie schnappte sich einen Pinsel und begann gleich mit der Bastelarbeit. Apollon hatte auch gleich viel bessere Laune, wo er doch sah, wie sehr La Mare sich darüber freute: "Dann lass uns mal diese Papiertüten in Weihnachtstüten verwandeln." Auch er begann zu basteln und fand es gar nicht so schlecht. Stolz präsentierte La Mare ihre erste fertige Tüte: "Schau nur Apollon, ich habe eine Schneekatze." "Das hast du ganz toll gemacht. Die Tüte ist wunderschön geworden", lobte er sie. La Mare strahlte über das ganze Gesicht: "Ich werde ganz viele machen." Schon griff sie sich ein paar Tüten mehr, sowie die Servierten. Einige Stunden später hatten sie eine große Anzahl Tüten fertig gestellt. Apollon und La Mare gingen raus in den Garten, wo bereits Schnee lag. Apollon hatte sich einen weißen Mantel über gezogen, während La Mare eine hellblaue Jacke trug. Ein seichter Wind wehte draußen und wirbelte Schnee auf. Apollon atmete auf und lächelte: "Danke, dass du mir beim Basteln geholfen hast." Strahlend nahm La Mare seine Hand und blickte zu ihm hoch: "Das habe ich doch gerne gemacht und ich hatte großen Spaß. Es ist so toll hier mit dir, Onkel Aposter, Avisa, Sovos und all den anderen hier." "Deinem Vater?", hinterfragte Apollon schmunzelnd. "Ach der", meinte La Mare, "der ist immer murrig, auch zu Weihnachten." "Aber du hast ihn dennoch sehr gerne", fügte Apollon hinzu. La Mare bließ etwas die Backen auf. "Sonst wärst du nicht für ihn in durch die Hölle gegangen", erklärte Apollon und meinte es Wort wörtlich. Denn das war sie tatsächlich. Ohne Vorwarnung ließ La Mare seine Hand los, rannte los, schnappte sich etwas von dem Schnee und formte eine Kugel. Apollon blickte fragend zu ihr: "Was wird denn das?" "Das siehst du gleich", grinste La Mare ihn frech an und warf mit dem Schneeball nach ihm. Gerade so konnte Apollon noch ausweichen und ließ sich auf das Spiel ein. Auch er begann mit dem Schnee eine Kugel zu formen: "Na schön, wenn du mich zu einem Kampf heraus forderst, sollst du ihn haben." Lachend und voller Freude lieferten sich die beiden eine Schneeballschlacht im Garten. Es dauerte nicht lange und auch Fusco kam nach draußen, um sich ihnen anzuschließen. So ausgelassen hatte man Apollon vermutlich noch nie gesehen.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   10.12.17 9:20

Wo ist meine Klasse?

Seit an Seite gingen Vanessa und Frau Kirschbruns zur Schule. Es war ziemlich ruhig auf dem Schulgelände, was doch recht merkwürdig war. Es war kurz vor 8:00 Uhr und somit würde in wenigen Minuten der Unterricht beginnen. "Wir müssen uns beeilen", meinte Vanessa zu ihrer Lehrerin, Mitbewohnerin und guten Freundin. Elke nickte zustimmend: "Wir sind wirklich spät dran, aber dennoch gerade rechtzeitig." Die beiden betraten das Schulgebäude und beeilten sich zum Klassenraum zu kommen. Vanessa öffnete die Tür und lief schnellen Schrittes in die Klasse, ehe sie abrupt stehen blieb: "Hier ist ja gar keiner." Fragend blickte sie zu Frau Kirschbruns: "War heute irgendwas?" Nachdenklich blickte Elke in das leere Klassenzimmer, konnte sich aber absolut nicht erinnern: "Nein, eigentlich sollte heute Unterricht sein. Was ist wenn ihnen etwas passiert ist? Ein Attentat, Kindesentführung oder Geiselnahme?" Sie waren beide noch recht neu in dieser Welt, wussten aber, dass es hier genauso Verbrechen gab, wie auf der Erde. Zudem trieb so ein Unhold namens Dr. Eggman sein Unwesen hier. Wer wusste schon, was dieser mit den armen hilflosen Kindern anstellen würde. "Wir müssen sie suchen", entschloss Vanessa, "Auch wenn es vermutlich eine ganz normale Erklärung dafür gibt. Nicht wahr?" Das hoffte Elke inständig und lächelte aufmunternd: "Keine Sorge, wir finden sie schon." Die beiden verließen das Schulgelände wieder und machten sich in der Stadt auf die Suche nach den Kindern. "Entschuldigen Sie, haben Sie eine Gruppe von Kindern gesehen?", fragte Elke immer wieder bei Passanten nach. Doch niemand hatte irgendetwas gesehen. Es war zum verrückt werden. So eine Schulklasse aus 23 Schülern konnte doch nicht einfach verschwinden!? Elke war am überlegen, wie man es geschafft haben könnte so viele Kinder einfach aus der Schule zu kidnappen. Als erste Idee kam ihr ein LKW in dem die Kinder eingesperrt worden waren. Doch das war ziemlich auffällig, also verwarf sie den Gedanken wieder. Während sie noch überlegte, ging Vanessa zu einem der Schaufenster und schaute sich ein Krippenspiel an. Es war anders, als auf der Erde. Viele Engel standen um eine Scheune herum und beteten. In der Scheune war ein weiterer Engel, der ein kleines Baby im Arm hielt. Irgendwie hatte auch diese Interpretation etwas für sich. Dieses warme Gefühl von den Eltern behütet zu werden oder in diesem Fall von den Engeln. Frau Kirschbruns war eine tolle Freundin, aber sie sehnte sich nach ihren Eltern. Sie wollte nicht glauben, dass ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben gekommen war. Auch wenn sie keinerlei Beweise dafür aufbringen konnte. Nun war es sowieso zu spät. Die Erde würde sie vielleicht nie wieder sehen und sie musste das Beste daraus machen. Eine kleine Träne kullerte ihre Wange herunter. Was würde sie dafür geben die Zeit zurück drehen zu können. Sie wischte sich die Träne hastig weg und kehrte zu Frau Kirschbruns zurück: "Hast du schon etwas in Erfahrung bringen können?" Bedauernd schüttelte Elke den Kopf: "Aber ich werde nicht aufgeben, ehe ich meine Klasse wieder gefunden haben. Das ist meine Pflicht als ihre Lehrerin." Sie blickte besorgt zu Vanessa: "Du solltest in meiner Nähe bleiben. Ich könnte es mir nicht verzeihen, wenn dir auch noch etwas passiert." Verwundert blickte Frau Kirschbruns zu Vanessa Wange: "Hast du etwa geweint?" Ertappt wischte sich Vanessa mit einer Hand über die Wange: "N-nein... ich hatte gegähnt und dabei ist mir eine Träne geflossen. Ich bin wohl gestern doch zu spät ins Bett gegangen." Verständlich nickte Elke und nahm Vanessa an die Hand: "Lass uns weiter gehen." Lächelnd blickte Vanessa zu Elkes Hand. Sie hatte zwar keine Eltern mehr und all ihre Freunde, sowie ihr Zuhause verloren, aber eine gute Freundin war ihr dennoch geblieben. Dafür sollte sie dankbar sein und nicht so viel in der Vergangenheit verweilen. Irgendwie waren sie ja doch eine kleine Familie und würden aufeinander acht geben.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   11.12.17 9:22

Das Adventsessen

"Silent Night, Holy Night, all is calm, all is bright, round yon virgin, mother and child, holy infant so tender and mild, sleep in heavenly peace, sleep in heavenly peace..." drang es sanft aus den Boxen der Audioanlage, während Shou mit seinen Eltern am Tisch saß und sie ihr Adventsdinner einnahmen. Der Raum war in warmen Rot und Gold gestaltet, passend zur Weihnachtszeit. Am einen Ende des langen Esszimmertisches saß Shous Vater, rechts neben ihm seine Frau, während Shou ihm gegenüber am anderen Ende des Tisches saß. Respektvoll lächelte Shou seinem Vater entgegen und nahm einen weiteren Löffel von der Käsesuppe mit Kräutern zu sich. "Die Suppe ist wirklich ganz ausgezeichnet", erwähnte Shou mehr in den Raum hinein, als wirklich an irgend jemanden gewandt. Dann warf er jedoch einen leichten Blick zu dem Diener, der an der Wand zu seiner rechten Stand: "Richtet dem Koch mein Lob aus." Dankbar nickte der Diener und fiel dann in seine gewohnte Haltung zurück mit hinter dem Rücken verschränkten Händen, wie es von ihm erwartet wurde. Shou hasste die Adventsabende mit seinen Eltern. Alles war bis aufs kleinste Detail geplant und musste perfekt sein. Von Wärme, Mitgefühl und Liebe war in diesem Haushalt nichts zu spüren. Nicht einmal das perfekt zubereitete Essen konnte ihm da eine wahre Freude bereiten. Viel zu sehr war er damit beschäftigt keinen Fehler zu machen und seine Eltern stolz zu machen. Sicherlich war Ihnen auch nicht aufgefallen mit wie viel Liebe zum Detail diese Suppe zubereitet wroden war. Das Toastbrot war entrindet worden und leicht in Würfeln in Olivenöl angebraten worden. Die Kräuter dazu in dem sanften Schmerzkäse waren ein wahrer Genuss. "Die Masons werden uns am heiligen Abend beehren. Ich wünsche tadelloses Benehmen", erklärte Shous Vater nachdem er sich mit der Servierte den Mund abgetupft hatte. "Natürlich, Vater", bestätigte Shou ihn, "Ich werde dich nicht enttäuschen." Eigentlich spielte Shou mit dem Gedanken vor Weihnachten mal wieder auszureißen. Da draußen war alles so anders. Es zählte was man tat, nicht wer man war. Man konnte so sein, wie man wirklich tief im Inneren fühlte und stellte keine Marionette da an deren Fäden gezerrt wurde. Was gäbe er dafür in einer normalen Familie geboren worden zu sein. Der Diener räumte die Teller ab und servierte den nächsten Gang. Es wurde trockener Weißwein gereicht sowie Garnelen in einer Curry-Mango-Soße. Shou nahm einen Schluck von dem Wein: "Was ist denn für die beiden Weihnachtsfeiertage geplant?" "Am ersten Weihnachtsfeiertag geben wir wie jedes Jahr unsere Weihnachtsgala. Das ist doch selbstverständlich. Monalie wird auch dort sein", erklärte sein Vater, während er den letzten Satz besonders betonte. Seine Mutter fügte sogar noch deutlicher hinzu, dass er seine Verlobte mit dem entsprechenden Respekt behandeln sollte. Shou wollte Monalie nicht heiraten. Er hatte überhaupt kein Interesse an dieser Beziehung. Die Verlobung war von ihren Eltern arrangiert worden und es gab nichts, was er dagegen tun konnte. Selbst als er weggelaufen war, hatte man es nicht einsehen wollen. Bemüht um ein Lächeln, nickte Shou: "Aber natürlich." Inzwischen war er sich ziemlich sicher, dass er sich vor Weihnachten aus dem Staub machen musste. Das würde er nicht aushalten. "Und am zweiten Weihnachtsfeiertag?", hackte Shou noch einmal nach, um auch von dem Thema Monalie weg zu kommen. "Es wird bei den Kilwoods einen Weihnachtsball geben", antwortete seine Mutter, "Wir sind eingeladen und werden der Einladung nachkommen." "Klingt wunderbar", versuchte Shou überzeugend zu wirken und konzentrierte sich ganz auf den Geschmack der gelben Paprika in seiner Curry-Mango-Soße. Die beiden Kerzen auf dem Adventskranz strahlten mehr Wärme aus, als in dieser Familie herrschte. Schweigend genossen Sie die Garnelen. Als der letzte Gang serviert wurde, wollte Shou schon vor Erleichterung aufatmen und musste es sich verkneifen. Danach könnte er sich endlich in sein Zimmer zurück ziehen und musste seine Eltern nicht länger ertragen. Teecreme - natürlich wurde diese am zweiten Advent serviert. Es war jedes Jahr das Gleiche. Anfangs dachte er, dass seine Mutter diese so gerne aß, aber inzwischen war er sich nicht mehr sicher. Es war einfach nur ein Ablauf, geplant und ausgeführt. Ein Roboter hätte die gleiche Wirkung. Sie schmeckte, das konnte er nicht leugnen und dennoch wünschte er sich vor allem einfach mal Liebe. War Weihnachten, denn nicht das Fest der Liebe? Draußen in der Stadt gab es das Lachen der Kinder, Pärchen welche sich in der Kälte aneinander schmiegten und wärmten, den Geruch von frischen Plätzchen und die Heiterkeit der Leute. Er nahm den letzten Löffel von seiner Teecreme und erhob sich: "Wenn ihr mich entschuldigt." Dann verließ Shou das Esszimmer und eilte in sein Zimmer hinauf. Kaum dort angekommen, begann er die wichtigsten Dinge einzupacken. "Nichts wie weg von hier", sagte er zu sich selbst, öffnete das Fenster und flog hinaus. Es gab nichts, was ihn hier noch hielt. Es huschte ein Lächeln über sein Gesicht. Egal was passieren würde, dass würde sein bestes Weihnachten werden.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   12.12.17 7:28

11. Dezember 2017 17:25 Uhr

Das Telefon klingelte. Malice machte den Herd aus, um ein Überkochen ihrer Gemüsesuppe zu vermeiden und hastete ins Wohnzimmer. "Ja, Malice hier", verkündete sie der anderen Seite, nachdem sie den Telefonhörer aufgenommen hatte. "Ach Malice, bin ich froh dich zu hören", entgegnete ihr eine wohl vertrautere Stimme, "Du musst mir helfen. Aber ich vergesse mich, wie geht es dir?" "Mir geht es gut, Shay", bestätigte Malice und ließ sich dabei auf den Sessel im Wohnzimmer nieder, "Und selbst? Hast du mit deiner Forschung Erfolg gehabt?" "Oh ja, ich habe etwas gefunden und scheinbar ist jemand deswegen hinter mir her", erzählte Shauni ruhig, "Aber keine Sorge. Ich bin in Sicherheit. Ich habe ihn oder sie abgehängt." Malice war nun aufgeregt, aber auch besorgt um Shauni, "Was ist denn passiert? Und was hast du gefunden? Ist mit dir wirklich alles in Ordnung?" "Alles gut", bestätigte Shauni erneut, "Ich will dir alles von vorne erzählen. Ich war in dem Tempel der Partia, so wie ich es vorgehabt hatte. Ich habe dort ein Buch gefunden, es könnte ein Bibel oder ähnliches sein." Man hörte wie Shauni nebenbei scheinbar in dem Buch blätterte: "Als ich mit meinem Fund zurück im Hotel war, schrieb ich, wie gewöhnlich, alles nieder. Es klopfte plötzlich an der Tür, erst ganz normal, dann hämmerte es dagegen. Ich habe meine Notizen schnell eingepackt und bin dann mit meinem Rucksack ins Badezimmer geflohen. Dort habe ich mich eingeschlossen. Ich hörte, wie auch gegen die Tür getreten wurde und entschloss mich kurzer Hand mein Kletterwerkzeug dazu zu benutzen, um aus dem Fenster zu entkommen. Das klappte auch ganz gut. Unten angekommen rannte ich los so schnell ich konnte. Einige Nebenstraßen weiter bin ich dann in eine Bar gegangen und habe mich dort versteckt gehalten. Als der Morgen graute, habe ich mich sofort auf den Weg zum Flughafen gemacht. Dennoch beschlich mich ein seltsames Gefühl. Viel mehr habe ich sogar angenommen, dass derjenige auf mich warten würde. Aber niemand kam mir zu nahe." "Oh Shay, ich bin ja so froh, dass dir nichts passiert ist. Wo bist du jetzt?", hackte Malice weiter nach. Shauni beruhigte ihre Freundin: "Ich wusste worauf ich mich einlasse. Es ist immer gefährlich und man muss vorsichtig sein. Ich bin jetzt in Lyonia und endlich dazu gekommen etwas zu schlafen sowie mir das Buch genauer anzuschauen. Dabei brauche ich auch deine Hilfe." "Inwiefern kann ich dir da helfen? Ich bin doch nur eine Künstlerin und keine Archäologin", entgegnete Malice verwundert, aber ihre Freundin kam auch gleich zur Sache: "In dem Buch sind viele Illustrationen, alte Zeichnungen in sehr künstlerischer und symbolischer Weise dargestellt. Leider fällt es mir schwer etwas hinein zu interpretieren. Daher möchte ich dich bitten, sie dir anzuschauen. Du bist eine Künstlerin und kannst sicherlich viel eher verstehen, was in den Bildern vermittelt werden sollte." "Hm", machte Malice, "Ich kann das natürlich versuchen, aber versprechen kann ich dir nichts." "Du bist die Beste", freute sich Shauni, "Ich werde dir die Bilder gleich rüber mailen." "In Ordnung.. und Shay, bitte gib auf dich acht. Wer auch immer das war, wird sicherlich nicht so einfach aufgeben", wand sie sich besorgt an ihre Freundin. Was könnte nur solche Aufmerksamkeit geweckt haben, dass man ihre Freundin verfolgte. Vielleicht würden ihr die Bilder mehr Aufschluss darüber geben. Shauni lächelte am anderen Ende: "Du musst dir wirklich keine Sorgen machen. Ich passe auf mich auf und melde mich in Kürze auch wieder bei dir. Mach dir also keine Gedanken. Alles ist in Ordnung. Aber sag mal, wie läuft es eigentlich mit deiner Karriere?" Einige Zeit später hatten die beiden das Gespräch beendet und Malice ging seufzend in die Küche, wo sie ihre Suppe ein weiteres Mal aufsetzte. Natürlich wusste sie, wieviel für ihre Freundin diese Forschung bedeutete und dennoch wünschte sie sich, dass sie sich nicht in solche Gefahr begeben würde. Sie hatte ein ganz mulmiges Gefühl bei der Sache. Fast wie im Traum rührte sie die Suppe um. Zu sehr war sie mit den Gedanken an Shauni beschäftigt und nahm sich fest vor direkt nach dem Essen die E-Mails zu checken. Sie würde das Geheimnis um das Buch lüften oder zumindest in irgendeiner Weise dazu beitragen.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   13.12.17 9:33

Die Theatervorstellung

Avisa richtete noch einmal La Mares wünderschönes tief seeblaues Kleid. In vier Lagen warf sich der Stoff aus Fütterung, dem Organza mit dem bestickten Rosen, dem Satin und dem Karinoline mit hartem Netz über La Mares Körper. Die blaue Stoffrose, welche an ihrer Taille zusätzlich befestigt war, sowie der silberne Glitzer auf dem Stick gaben dem Kleid das besondere etwas. Sie wirkte wie eine Prinzessin. Dazu hatte sie passende Lackschuhe in dem gleichen Farbton an, welche im Licht schimmerten. Die Schnalle erschien dabei wie eine Feder, welche sich sanft über dem Schuh niedergelassen hatte. "Du siehst wunderschön aus", bemerkte Avisa, wobei sie ein gewisser Stolz erfüllte ihre Nichte in solchem Glanz zu sehen, "Bist du schon aufgeregt?" "Unglaublich aufgeregt", bestätigte La Mare und konnte selbst nicht fassen, dass sie solch ein Kleid an hatte, "Nur schade, dass Apollon nicht mitkommt." "Ich denke, du wirst trotzdem sehr viel Spaß haben. Dieses Theaterstück wird nicht sonderlich häufig aufgeführt", erklärte Avisa, während sie noch einmal um La Mare herum ging, um zu sehen, dass der Reißverschluss am Rücken geschlossen war sowie alles an seinem Platz. Es klopfte an der Tür und Sovos Stimme war zu hören: "Bist du soweit La Mare?" Die Karten für das Theater hatte Sovos von einem der Schauspieler geschenkt bekommen, der früher einmal in den Diensten von Satan gestanden hatte. Es war also so etwas wie ein Dankeschön. Aufgeregt lief La Mare zur Tür und öffnete diese: "Ich bin soweit." Staunend blickte Sovos über ihr Kleid: "Es ist wirklich wunderschön geworden und steht dir ausgezeichnet. Lass uns gehen." Sovos hatte einen hellgrauen Anzug mit weißer Bluse sowie eine angesteckte goldene Rose an diesem als Abendgarderobe gewählt. "Vielen Dank", strahlte La Mare, "mir gefällt es ebenfalls. Es ist unglaublich schön." "Viel Spaß euch beiden", verabschiedete Avisa sie. Die beiden machten sich dann auf dem Weg in die Stadt zum sogenannten Theater des Glücks. Das Gebäude war schon recht alt und wunderbar verziert mit Gebilden von Engeln, welche alle eine angenehme Ausstrahlung der Freude hatten. Staunend blickte sich La Mare um, als sie die Stufen hinauf gingen und ins Foyer kamen. Unzählige Leute waren bereits dort und waren ebenfalls in entsprechender Abendkleidung gekommen. La Mare hatte gar nicht mitbekommen, wie Sovos die Tickets vorzeigte. Sie war so sehr mit dem ganzen Leuten und dem Geschehen beschäftigt, dass sie sich darum nicht weiter gekümmert hatte. Viele Leute tranken Sekt und standen an kleinen Bartischen, andere unterhielten sich angeregt über Politik und aktuelle Unruhen. Ein Kellner kam zu ihnen und reichte La Mare Orangensaft in einem Sektglas, sowie Sovos ein Glas Sekt. Mit einem freundlichen Nicken bedankte sich Sovos und der Kellner ging seiner Wege. Fragend blickte La Mare zu Sovos: "Wer sind all diese Leute? Wichtige Persönlichkeiten?" Lächelnd nickte Sovos: "Viele Unternehmenchefs, Politiker und reiche Erben, aber für uns ist das nicht ganz so von Interesse." Er warf einen Blick auf die Karten: "In 10 Minuten ist Einlass. Ich bin gespannt, was uns erwartet." La Mare trank ihren Orangensaft: "Ich auch. Mit Fusco wäre es sicherlich auch lustig geworden." Sie saßen in der ersten Reihe und hatten so einen direkten Blick auf das Orchester sowie die Bühne. Staunend blickte sich La Mare um, denn sie war noch nie in ihrem Leben in einem Theater gewesen. Sovos nahm sich auch selten für so etwas Zeit. Die Musik erklang, der Vorhang wurde aufgezogen und die Szene spielte in einem winterlichen Wald. Ein Mädchen saß im Schnee, frierend und allein: "Väterchen Frost, kommst du mich holen? Ich weiß Gott hat dich ausgesandt, um meine sündige Seele zu holen." Künstlicher Schnee fegte über die Bühne, wie ein Sturm in kältester Nacht. Doch das Mädchen rührte sich nicht vom Fleck, furchtlos vor dem Tod und ergeben ihrem vom Himmel bestimmten Schicksal. Durch den Schneesturm kam ein Mann, ganz blass und so eisig wie der Winter selbst. Mitleidig warf er dem frierenden Mädchen einen warmen Mantel um: "Er soll dich wärmen und vor dem Tod schützen." Verwundert blickte das Mädchen ihn an: "Bist du es Väterchen Frost? Warum willst du mich retten? Selbst mein Vater sieht nur die Sünde in mir und ließ mich zurück." "Deine Seele ist rein", entgegnete der Fremde, "Wärme dich und lebe." "Doch ich habe nichts mehr. Kein Heim, keine Familie und bin ganz allein", entgegnete das Mädchen, "Wohin soll ich nur gehen?" Väterchen Frost lächelte sanft und reicht ihr die Hand: "Komm mein Kind, gehe mit mir." Im Laufe des Theaterstücks beschenkt er das Mädchen mit Gold und Silber, sodass sie in ihre Heimat zurück kehren kann. Als ihre Stiefmutter davon hört, schickte sie ihre eigene Tochter in den Wald. Doch diese hatte eine düstere Seele und wurde durch das Zepter des Väterchen Frost dem Tode geweiht. Dem unschuldigen Mädchen jedoch war ein schönes Leben gegeben und heiratete sehr bald. Am Ende des Stückes klatschten alle, während sich sämtliche Schauspieler auf der Bühne verneigten. Sovos flüsterte La Mare zu: "Wie fandest du es?" "Interessant, aber Väterchen Frost gibt es nicht wirklich oder?", hinterfragte La Mare. Sovos schüttelte den Kopf: "Nein, den gibt es nicht."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   14.12.17 7:27

Das Hotelzimmer

"Lass und hier einchecken. Es macht doch keinen Sinn ziellos weiter zu ziehen und bald ist Weihnachten", meinte der graue Wolf zu seiner Begleiterin, der weißen Wölfin Luna. Seufzend blickte Luna in die Ferne: "Genau das ist das Problem, Nox. Es ist bald Weihnachten und ich bin ganz alleine." "Stimmt ja gar nicht", widersprach er ihr, "Ich bin da und werde schon dafür sorgen, dass es ein wunderbares Weihnachtsfest wird. Warte erst mal ab, wie ich kochen kann. Liebe geht schließlich durch den Magen." "Flirtest du mich etwa schon wieder an?", hackte sie nach. Unschuldig blickte Nox sie an: "Das würde ich doch niemals tun. Also lass uns in dem Hotel unterkommen. Ich bezahle alles. Mach dir mal keine Sorgen." Luna blickte zu dem Hotel. Es hatte immerhin vier Sterne und war weihnachtlich dekoriert. Einen Weihnachtsbaum konnte man wohl kaum mit mehr Lichtern ausstatten. Am Eingang stand ein weißer Hase im Weihnachtskostüm. Er leuchtete mit einer Glocke und verteilte an die kleinen Gäste Süßigkeiten. Es wirkte also von außen doch schon recht gemütlich. "Na gut, gehen wir dort rein. Ein paar Tage sind wohl in Ordnung", stimmte Luna schließlich zu. Nox war begeistert: "Du wirst es sicher nicht bereuen." Die beiden gingen dann an dem Weihnachtshäschen vorbei in die Eingangshalle des Hotels. Auch hier war alles sehr weihnachtlich in rot und weiß dekoriert. Sie gingen zur Rezeption und Nox sprach die gute Frau dort an: "Guten Tag, wir möchten gerne ein Doppelzimmer..." "...mit Einzelbetten", fügte Luna schnell hinzu, bevor Nox noch das falsche Zimmer buchte. "Mit Einzelbetten", wiederholte Nox, "für erst einmal drei Tage." Die Rezeptionistin tippte den Wunsch gleich einmal in ihr Computersystem ein: "Ich kann ihnen ein Zimmer im zweiten Stock anbieten auf der Westseite." "Das nehmen mir", beschloss Nox kurzer Hand, "Kann man hier auch selbst kochen?" Die gute Frau nickte: "Eine kleine Küche ist vorhanden. Sie können aber auch gerne unser Essensangebot nutzen sowie den Zimmerservice." "Vielen Dank", mit diesen Worten nahm Nox den Schlüssel an sich mit der Zimmernummer 240. Luna ging voraus zum Fahrstuhl, während Nox ihr folgte: "Wenn du dich nachts einsam fühlst, können wir die Betten zusammen stellen." "Nox!", mahnte Luna ihn, dass musste ja mal wieder sein. Er konnte es nie lassen. Oben angekommen war das Zimmer schnell gefunden. Das Zimmer bestand aus Essecke, und Fernsehecke, sowie einen kleinem kleinen Kochbereich. Eine weitere Tür führte in das Schlafzimmer mit zwei Einzelbetten. Luna schaute sich nur kurz im Wohnraum um, ehe sie ins Schlafzimmer ging: "Sieht ja ganz gemütlich aus. Wenn ich bedenke, dass wir in letzter Zeit nur unter freiem Himmel geschlafen haben, ist das Luxus." Nox setzte sich auf das Sofa und schaltete den Fernseher an, dabei wechselte er von einem Programm zum nächsten: "Entspann dich einfach mal. Keinen Stress solange wir hier sind." Langsam strich Luna über die Decke des Bettes und lächelte. Ja, vielleicht war das wirklich keine schlechte Idee gewesen. Das Nox in ihrer Nähe schlafen würde, kannte sie ja inzwischen schon. Es gab schlimmeres und manchmal war er ja auch ganz nett. Sie setzte sich aufs Bett und lauschte auf, als sie Musik aus dem Wohnraum hörte. Hatte er etwa eine Musiksendung gefunden oder gab es hier tatsächlich auch noch eine Anlage!? Es sollte ihr egal sein. Sie wollte einfach einen Moment für sich. Nox hatte jedoch andere Pläne und kam herüber, wobei er ein bisschen zu der Musik wippte. Luna lachte leicht: "Was machst du?" Nox grinste und hielt ihr die Hand hin: "Darf ich um diesen Tanz bitten, meine Schöne?" Skeptisch blickte Luna auf die Hand: "Also eigentlich kann ich gar nicht tanzen." Er griff dann nach ihrer Hand und zog sie vom Bett wieder hoch: "Ach was, jeder kann tanzen. Ich zeige es dir." Luna schaute besorgt zu ihren Füßen, während Nox sie sanft im Kreis im Tanz führte. "Das machst du wirklich toll", ermutigte er sie. "Ich weiß nicht, ich werde dir noch auf die Füße treten", entgegnete Luna. Seicht klangen die Noten von "Oh du Fröhliche" durch die Zimmer, während Luna sich immer mehr fallen ließ und den Tanz genießen konnte. Einmal trat sie Nox tatsächlich auf den Fuß, aber er sagte kein Wort. Stattdessen zog er sie langsam etwas näher an sich, sodass sie bald dicht an dicht tanzten. Ein Seufzen klang von Luna auf, jedoch entsprang dieser eher dem Umstand, dass sie sich endlich entspannen konnte. Nox lächelte und ließ die Hände auch oberhalb ihres Hinterns, um den Moment nicht zu zerstören. So nah hatte Luna ihn bisher nie an sich gelassen. Die Zeit hier im Hotel würde er sehr genießen.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   15.12.17 7:22

Spiritus erstes Weihnachtsfest

"Oh, wie schön das alles ist, Amy", staunte Spiritu, als sie mit Amy zusammen die Weihnachtskisten ausräumte. Gerade hatte sie eine Lichterkette mit Sternendekoration in den Händen. "Warte erst einmal ab, wenn wir kurz vor Heiligabend den Weihnachtsbaum aufstellen und schmücken. Das ist das Beste überhaupt", erklärte Amy während sie die Lichterkette mit den tausend Glühbirnen entwirrte, die auf dem Dach angebracht werden sollte. Die beiden hatten sich mit all den Weihnachtskisten in Amys Wohnzimmer ausgebreitet. Für Spiritu war es das erste Weihnachtsfest, denn bei den Wind Guardians gab es diese Art von Festlichkeit nicht. Als Amy ihr davon erzählt hatte, war sie schon ganz aufgeregt gewesen und als sie noch die ganzen Leckereien und Lichter in der Stadt sah, war sie hellauf begeistert. Twister hatte seine Schwester natürlich begleitet und saß zurück gelehnt in einem Sessel: "Und alles was in diesen Kisten ist, wollt ihr jetzt hier irgendwie verteilen?" "Du könntest ja mal mit anpacken", tadelte ihn Amy, "Ach was gebe ich dafür, wenn Sonic hier wäre." Rasch holte sie einen Mistelzweig aus einer der Kisten und lief umher, um einen passenden Platz zu finden. Spiritu blickte fragend: "Was machst du mit dem Zweig?" Schwärmend blieb Amy stehen: "Der Mistelzweig ist der schönste Weihnachtsbrauch überhaupt. Wenn sich zwei unter ihm befinden, muss man sich küssen." "Was ist, wenn man denjenigen gar nicht mag?", hackte Twister nach, dem dieser Brauch alles andere als praktisch erschien. "Das ist egal", erklärte Amy entschlossen, "Unter dem Mistelzweig wird immer geküsst." "Ob mir das auch mal passieren wird?", fragte Spiritu einfach frei heraus, während Amy natürlich darauf aus war Sonic unter diesen zu kriegen. "Sicher nicht", entgegnete Twister scharf, dem es gar nicht gefiel, dass seine Schwester von irgendwem geküsst werden würde. Das würde er niemals zulassen. Spiritu holte ein paar Weihnachtsmützen aus einer der Kisten und lächelte: "Die können wir doch alle dann aufsetzen. Ich finde sie schön und da sind kleine Glöckchen dran." Seufzend blickte Twister zu den Weihnachtsmützen und fragte sich, ob er dem entgehen konnte. Niemals würde er Spiritu alleine lassen, somit müsste er wohl diesen seltsamen Brauch mitfeiern. Denn das war es, was Spiritu wollte - Weihnachten feiern. "Wer ist eigentlich dieser Weihnachtsmann?", hinterfragte Spiritu nun gedankenversunken. Amy setzte sich auf das Sofa: "Das kann ich dir erklären. Vor etwas mehr als hundert Jahren gab es einen guten Mann, der selbst Spielzeug herstellte. Doch viele der armen Familien im Dorf konnten sich dieses gar nicht leisten. So beschloss er herum zu gehen am Abend und den braven Kindern jeder ein Spielzeug vor die Türe zu legen. Wenn diese am nächsten Morgen erwachten und heraus kamen, würden sie sich sicher freuen. Als er bemerkte, wie viel Freude er den Kindern damit machte, wiederholte er diesen Brauch ja für Jahr am gleichen Tag. So entstand die Legende des Weihnachtsmannes. Der Tag an sich, an dem wir Weihnachten feiern, hat damit aber nichts zu tun. Im religiösen Glauben spricht man von der Geburt eines göttlichen Kindes. Es soll viele Wunder bewirkt haben und Kranke geheilt haben. Ob das nun stimmt, kann ich dir nicht sagen, aber es ist ein wunderbares Fest." Sie blickte auf ihren Mistelzweig: "Das Fest der Liebe!" Dann stand sie entschlossen auf und hatte sich nun für eine Ecke des Zimmer entschieden, an dem sie den Mistelzweig aufhängen konnte. Währenddessen war Twister am überlegen, ob er nicht Sonic bei Gelegenheit warnen sollte. Er konnte sich gut vorstellen, was Amy damit beabsichtigte. Falls Sonic überhaupt hier her kommen würde. Spiritu ging zu dem Mistelzweig und hängte noch eine Lichterkette an der Wand entlang: "So wird es richtig romantisch." Die beiden kicherten freudig zusammen und freuten sich schon sehr auf das nahende Weihnachtsfest.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   16.12.17 18:49

15.12.2017 11:30 Uhr

Panisch blickte Shauni erneut hinter sich. War er noch dort? Niemals hätte sie gedacht, dass er sie hier finden würde. Sofern es sich überhaupt um den gleichen Verfolger wie aus dem Hotel handelte, schließlich hatte sie ihn nicht gesehen. Fest in ihren Armen hielt sie das alte Buch, eingewickelt in ein Tuch und rannte so schnell sie konnte durch die Straßen. Immer wieder blickte sie hinter sich, konnte aber niemanden hinter sich erkennen. Sie durfte kein Risiko eingehen. Wenn er ihr vom Tempel bis hierher gefolgt war, dann würde sie ihm wohl kaum zwischen ein paar Straßen abhängen. Erneut blickte sie über die Schulter zurück und rannte dabei in eine Katzendame hinein. Diese fiel erschrocken zu Boden und ihre Begleiterin, eine junge Wölfin, schrie auf: "Frau Kirsch-Bruns!" "Entschuldigung", meinte Shauni und hielt der Katze ihre Hand hin, "Ich war in Eile und habe nicht aufgepasst." Das tat ihr jetzt wirklich leid, denn das war ganz und gar nicht ihre Absicht gewesen. Elke nahm dankbar ihre Hand und ließ sich aufhelfen: "Das kann ja mal passieren. Alles nicht so schlimm. Aber warum sind Sie denn so in Eile?" Wieder blickte sich Shauni nach ihrem Verfolger um, aber niemand war zu sehen: "Ich glaube, ich werde verfolgt, aber ich bin mir nicht sicher." Die junge Wölfin blickte fragend in die Richtung aus welcher Shauni gekommen war: "Ich kann niemand Verdächtigen entdecken." "Aber das könnte es sein, Vanessa", meinte Frau Kirsch-Bruns auf einmal, "Die gesamte Klasse ist verschwunden und hier treibt sich eine zwielichtige Person herum. Sie wurden entführt." Verwundert blickte Shauni die beiden an: "Ich glaube nicht, dass das miteinander zusammen hängt. Ich werde wegen eines Artefaktes verfolgt." "Was ist denn das für ein Artefakt?", hackte Vanessa neugierig nach. "Ein Buch, eher eine Art Bibel. Es könnte das Geheimnis eines langen und gesunden Lebens beherbergen, vielleicht sogar der Unsterblichkeit", erklärte Shauni den beiden. "Sicherlich hat man deswegen die Kinder entführt", mutmaßte Elke weiter, "Um an ihnen Experimente zur Unsterblichkeit durchzuführen." "Also...", begann Shauni erneut, "...bisher hat niemand außer mir in diesem Buch gelesen und selbst verstehe es noch nicht. Da entführt man doch keine Kinder." "Das könnt ihr nicht wissen", bestand Frau Kirsch-Bruns weiter, "sie könnten in großer Gefahr sein. Wir werden dir helfen und die Kinder finden." "Das ist wirklich sehr nett von Ihnen", meinte Shauni, "vielleicht kann ich Ihnen auch helfen die Kinder wieder zu finden. Zu erst einmal sollten wir hier verschwinden. Mein Name ist übrigens Shauni." "Ich bin Deutschlehrerin, Frau Elke Kirsch-Bruns und das ist eine meiner Schülerinnen Vanessa", stellte Elke sich und Vanessa vor. Lächelnd ging Shauni weiter: "Freut mich, aber nun weg hier." Zusammen gingen sie die Straße weiter entlang, nun nicht mehr ganz so hektisch. Scheinbar war es Shauni tatsächlich gelungen den Verfolger abzuhängen. Erleichtert seufzte sie und blickte auf das eingewickelte Buch. Sie konnte nur hoffen, dass Malice irgendwas heraus finden würde. Sie selbst würde im Moment nicht besonders weit mit ihrer Analyse des Buches kommen. Nicht so lange sie verfolgt wurde. Vanessa machte sich auch etwas Sorgen. Sie wussten nicht mit wem sie es zu tun hatten und auch nicht, ob ihre Klassenkameraden überhaupt damit im Zusammenhang standen. Hoffentlich ging es allen gut. Frau Kirsch-Bruns wirkte entschlossen, aber auch etwas angespannt. Schließlich stand es in der Verantwortung der Lehrerin auf ihre Schüler acht zu geben und nun waren sie schon seit Tagen nicht wieder in der Schule aufgetaucht. Eigentlich war niemand dort aufgetaucht. Es war ein Rätsel.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   17.12.17 18:24

16.12.2017 01:05 Uhr

Hallo Shay,

mir ist es gelungen einige Besonderheiten in den Bildern wiederzufinden, die du mir geschickt hast. Es ist wirklich erstaunlich mit was für einer Genauigkeit diese gestaltet worden sind. Unzählige Symboliken und kleine Botschaften sind in ihnen versteckt. Ich denke, es gibt auch noch einige Zusammenhänge, die auf die Konstellation der Sterne hindeuten. Allerdings verstehe ich das nicht so richtig, das ist einfach nicht mein Fachgebiet. Es wäre am besten, wenn du selbst vorbei kommen würdest und wir alles besprechen. Allerdings möchte ich dir vorab schon ein paar Informationen in Bezug auf die Bilder geben. In allen Bildern finden sich die Symboliken von Sonne und Mond wieder, allerdings ist mir eines besonders aufgefallen. In diesem scheinen auch andere Planeten dargestellt zu werden. Wenn man genau hinsieht, gibt es gestrichelte Linien, die diese Planeten miteinander verbinden. Daher vermute ich, dass hier mehr dahinter steckt. Das solltest du dir unbedingt anschauen. Zudem würde ich denken, dass in den Bildern, welche Säulen mit verschiedenen Symbolen haben, ein Code für irgendetwas verborgen ist. Ich denke sogar, dass ich einige Bilder bereits Buchstaben zuordnen kann. Die Zeichnungen scheinen regelrecht mit einem zu Sprechen. Auch die Farben sind sehr bewusst ausgewählt worden. Die Farbe blau steht mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit für die Reinheit. Sie wird immer mit Jungfrauen und Kindern in Verbindung gebracht. Die Künstler, die das zu Stande gebracht haben, kann ich nur bewundern. Dennoch glaube ich, dass dieses Buch ein Geheimnis birgt. Die letzten beiden Bilder, die ich mir ansah, sehen gerade zu angst-einflößend aus, als würden sie vor irgendetwas warnen wollen. Kannst du dir vorstellen, was das sein könnte? Die weit aufgerissenen Augen und Münder, sowie die düsteren Farben... es ist definitiv die Darstellung von Tod und Verzweiflung. Aber Shay, ich mache mir auch Sorgen um dich. Du hast dich schon eine Weile nicht mehr gemeldet. Ist dir etwa doch jemand gefolgt? Bitte schreib mir zurück, sobald du das ließt.

Deine Freundin, Malice

Malice überflog den geschriebenen Text noch einmal und drückte dann den Sendebutton ihres E-Mail-Programmes. Die Bilder bereiteten ihr noch immer Kopfzerbrechen, auch wenn sie schon einiges aus den Bildern heraus lesen konnte. Was für ein Volk war das nur gewesen? Sie würde später noch ihre Freundin ausquetschen um mehr Informationen über ihren aktuellen Forschungsstand zu bekommen. Wie sehr wünschte sie sich doch ein gemeinsames Weihnachten zu verbringen. Sie könnten sogar zusammen über diesem Buch hängen und versuchen es zu entschlüsseln. Die Hauptsache war einfach, dass sie da wäre. Sie packte die Bilder zusammen, welche sie aus Shaunis Mail ausgedruckt hatte und packte sie in die Schublade des Schreibtisches. Wenn sie diese weiter dort hätte liegen lassen, wäre sie nie zur Ruhe gekommen und hätte doch wieder für ihre Freundin versucht mehr heraus zu bekommen. Dabei musste sie auch noch an ihren eigenen Projekten arbeiten. Als sie sich von ihrem Stuhl erhob, streckte sie sich einmal genüsslich, ehe sie zu ihrem Zeichenblock und Stift griff. Nachdenklich blickte sie sich um: "Wo könnte ich jetzt gute Inspiration bekommen?" Erneut ging ihr Blick zu der Schublade, in der sie gerade die Drucke verstaut hatte: "Ja, warum eigentlich nicht. Es ist ein ganz anderer Blickwinkel."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   18.12.17 10:40

Cruentus' Weihnachtsgedanken

Die Stadt hier ist auch immer mehr herunter gekommen. Alles ist moderner und größer geworden, aber es ist die gleiche Stadt und die gleichen schlechten Leute wie damals. Der Wandel der Zeit konnte nichts daran ändern. Ich weiß gar nicht warum ich überhaupt hier her gekommen bin. Mit diesem Ordensgebiet habe ich kein Abkommen, sie werden mich nicht dulden. Also werde ich vorsichtig sein müssen, um nicht von ihnen entdeckt zu werden. Das fröhliche Lachen des Weihnachtsmannes im Schaufenster geht in dem Trubel und der Hektik der Stadt unter. Weihnachten - früher hatte er noch mehr Bezug dazu, aber seit dem er ein Vampir war, hatte es keine Bedeutung mehr für ihn. Die Ewigkeit brachte nur selten tatsächliche Abwechslung und das jährliche Weihnachtsfest erschien ihm eher wie eine Zeit der Profite für Unternehmen. Das ganze Geld, welches für dieses Fest aus dem Fenster geworfen wurde, war hart verdient gewesen. Jedenfalls für die meisten dieser Leute. Nun wurde es von der Konsumgier verschlungen. Gut erinnerte er sich, wie die armen Leute früher Weihnachten feierten. Alles was für sie zählte, war Gesundheit und das die Familie glücklich beisammen sein konnte. Egal wie knapp das Essen war oder wie schlecht der Ofen heizte. Die Nacht war noch jung, aber nur zur Weihnachtszeit so stark beleuchtet, wie jetzt. Für einen Vampir nicht immer optimal, da es wahrscheinlicher war, dass man ihn entdeckte. Obwohl das auch ziemlich abwegig war, denn niemand glaubte mehr an Vampire. Jedoch gab es sie in Mengen, in verschiedenen Orden, die sich ihre Gebiete ganz klar aufgeteilt hatten. Manche lebten in Frieden miteinander, andere nicht. Wenn die Leute wüssten, welche Kämpfe sich die Unsterblichen hinter ihrem Rücken lieferten, würden sie wohl kaum ihrem Geschenkerausch weiter so unbesorgt folgen. Mit einem Satz sprang ich vom Dach des vierstöckigen Hauses und landete in einer Seitengasse auf meinen Füßen. Kurz richtete sich meinen eh schon recht zerfetzen Umhang und begab mich auf die Hauptstraße. Es waren immer noch viele Leute unterwegs. Früher ließen sich im Dunkel nur die Räuber und Saufbolde sehen, heute war es ganz normal lange unterwegs zu sein. Die Leute beachteten mich gar nicht groß und hielten eher Abstand, da ich mit meinen schäbigen Klamotten wie ein Heimatloser wirkte. Die Schaufenster der Geschäfte leuchteten im weihnachtlichen Ganz. Es gab vor allem viel grün und rot, aber auch einige Schaufenster im eisigen blau. Immer wieder erstaunlich, was sich die Leute von heute alles einfallen ließen. Allerdings habe ich immer noch den Eindruck, dass das Wesentliche aus den Augen verloren wurde. So schön das ganze sein mochte, so zählte doch eigentlich, was man fühlte, was man tat und nicht wer am hellsten leuchtete oder die teuersten Geschenke hatte. Seufzend schaute ich mir die Leute genauer an. Einkaufstaschen wohin man auch sah und alles hektisch, hektisch und noch mal hektisch. Zwischen ihnen würde ich mir auch jemanden für heute Abend suchen müssen. Schließlich konnte ich mir es nicht leisten einen Tag zu fasten. Nicht so lange ich im Gebiet eines fremden Ordens war. Mich sprach eine Igelin von der Seite: "Entschuldigen Sie." Sie hatte ein unglaublich freundliches und warmes Lächeln. Fragend blickte ich zu ihr, während sie mir ein besticktes Kissen reichte: "Nehmen Sie es. Dann haben sie es etwas gemütlicher." "Oh", entgegnete ich, "Das ist wirklich sehr nett..." "Keine Widerrede", sagte sie und drückte mir das Kissen in die Hand, "Jeder sollte an Weihnachten zumindest eine Kleinigkeit haben, die ihm Freude bereitet." Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet. Es gab also tatsächlich noch Leute, denen nicht der Geldwert entscheidend war, sondern wirklich etwas an dem lag, was sie verschenkten. Ich schenkte ihr ein dankbares Lächeln: "Das ist wirklich sehr freundlich von Ihnen. Ich wünsche Ihnen und Ihrer Familie alles Gute." Sie gab ein glückliches Quicken von sich: "Das wünsche ich Ihnen auch." Dann drehte sie sich zum Gehen und verschwand in der Menge. Lächelnd blickte ich zu dem Kissen und drückte es an mich. Das war mein erstes Geschenk seit Ewigkeiten. Vielleicht gab es doch noch Hoffnung für die Leute hier.

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   19.12.17 7:00

Es weihnachtet sehr!

"Entschuldigt mich einen Moment", wand sich Apollon an alle Anwesenden im Wohnzimmer und verließ dieses dann hastig. Aposter blickte ihm fragend hinterher: "War jetzt irgendwas nicht in Ordnung?" Schnellen Schrittes lief La Mare ihm hinterher, statt mit den anderen sich den Kopf zu zerbrechen: "Apollon?" Dieser ging direkt zu seinem Zimmer und schloss die Tür hinter sich: "Sei ruhig." Damit war nicht La Mare gemeint, die vor der Tür stand und diese leicht öffnete um hinein zu spicken, sondern Corvus - seine andere Hälfte. Ich ertrage das nicht länger. Dieses weihnachtliche Getue macht mich krank. "Dann höre einfach nicht hin", meinte Apollon, "Schau einfach weg. Du hast dich nicht einzumischen. Wir haben eine Abmachung, Corvus." Nun kam La Mare doch ins Zimmer herein und strahlte: "Lass mich mit Corvus sprechen." "La Mare, das ist wirklich eine Sache zwischen uns", erklärte Apollon und versuchte damit zu verhindern, dass das Ganze noch schlimmer werden würde. Corvus durfte einfach nicht die Kontrolle übernehmen. Er war einfach zu unberechenbar. "Ach was", meinte La Mare und setzte sich neben Apollon auf das Bett, "Es ist doch bald Weihnachten. Corvus sollte davon auch etwas haben. Nur ein wenig, Apollon." Seufzend blickte Apollon zu La Mare: "Corvus hält überhaupt nichts von Weihnachten." "Umso wichtiger, dass ich mit ihm spreche", bestand sie weiter darauf. Schließlich nickte er, ehe er im nächsten Moment aufstand und zur Tür ging: "Nichts wie weg hier." "Corvus? Warte!", rief La Mare und lief ihm nach, als er den Flur hinab ging. Scheinbar hatte es Corvus wirklich eilig weg zu kommen. Schnellen Schrittes ging er in den Garten, die kalte Luft ließ ihn einen Moment erschaudern, ehe er seine Aufmerksamkeit La Mare widmete: "Was willst du?" "Lass uns zusammen einfach irgendwo hin gehen, wohin du willst", schlug La Mare vor und lächelte. Weg wollte Corvus sowieso, also warum nicht zusammen mit La Mare!? Er nickte und verschwand mit ihr in grau-rotem Rauch. Sie tauchten am Strand einer Insel wieder auf, es herrschten dort tropische Temperaturen. Erleichtert atmete Corvus auf: "Hier ist es schon viel besser." Er setzte sich in den Sand, aber mit einem gewissen Abstand zum Wasser, schließlich konnte er nicht schwimmen und hatte jetzt auch nicht das Bedürfnis nass zu werden. Lächelnd setzte sich La Mare neben Corvus: "Es ist wirklich schön hier. Ich bin gerne am Meer." "Hm", machte Corvus nur blickte in die Ferne. Er war froh endlich dieses ganze weihnachtliche Getue los zu sein. Hier war es warm und man hatte seine Ruhe. "Warum magst du Weihnachten nicht? Man ist beisammen, alle sind nett zueinander und alles ist so schön geschmückt", erklärte La Mare, während sie ihn anblickte. "Es ist unnötig und nervig. Weihnachten ist ein fest für die braven Leute", erklärte Corvus ihr mürrisch. Sie lehnte sich an ihn und lächelte: "Es ist mir egal, ob das so ist. Für mich gehörst du dazu." Als Corvus darauf nichts weiter sagte, blickte sie ihn nachdenklich an: "Lass uns doch hier in eine Stadt oder ein Dorf gehen. Sicherlich lebt hier jemand." "Von mir aus", meinte Corvus und stand auf, "Ich glaube aber nicht, dass es hier etwas Interessantes gibt." Vom Strand aus gingen sie einen Feldweg entlang, ehe sie zu einem nahegelegenen Dorf kamen. Angewidert musste Corvus feststellen, dass auch hier alles voller Weihnachtsdekorationen war, obwohl es hier so tropisches Wetter gab. La Mare nahm seine Hand und ging mit ihm weiter in das Dorf hinein: "Ich habe eine ganz tolle Idee, Corvus. Es wird eine Überraschung." "Da bin ich gespannt, was das werden soll", murrte er und blickte zu den Lichterketten an den Dächern, "Wie unnötig das doch alles ist." Ihre Hand war fest in die von Corvus gelegt, während sie durch die Straßen gingen. Scheinbar wusste La Mare genau, wonach sie suchte, auch wenn Corvus das noch ein Rätsel war. Der Geruch von Zimt und Lebkuchen stieg ihm in die Nase. Es war lange her, seit dem er Lebkuchen gegessen hatte. Das war sogar eines der wenigen Dinge, die man noch gerade so essen konnte. Ehe er ausmachen konnte, woher der Geruch kam, zog La Mare schon weiter: "Das gibt es ganz bestimmt hier irgendwo." "Was?", hinterfragte Corvus. "Verrate ich nicht", meinte La Mare grinsend und blieb dann schließlich stehen, "Warte hier." Fragend blieb Corvus stehen, während La Mare in einen Laden hinein ging. Es schien sich um einen Schmuckladen zu handeln, soweit Corvus das beurteilen konnte. Als La Mare wieder heraus kam und auf ihn zulief, versteckte sie etwas hinter dem Rücken. "Was hast du da?", hinterfragte Corvus ihr Verhalten, während La Mare freudig lächelte und sichtlich aufgeregt war: "Mach die Augen zu und nicht schummeln." Seufzend schloss er die Augen: "Was soll das werden, La Mare?" Er spürte, wie ihre Hände seinen Arm berührten und sie merklich etwas um diesen Band. "Jetzt kannst du sie öffnen", ließ La Mare ihn wissen und blickte ihn gespannt an, "Das ist für dich, ein Weihnachtsgeschenk von mir." Verwundert blickte Corvus auf seinen Arm, an dem nun ein Armband aus Kunstleder hing, an diesem war ein silberner Flügel als Verzierung befestigt. Tatsächlich wusste er erst mal überhaupt nicht, was er dazu sagen sollte. Damit hatte er nicht gerechnet. "Es gefällt mir", sagte er schließlich, "Ich werde es tragen." La Mare strahlte freudig darüber und umarmte ihn: "Ich wusste, es würde dir gefallen."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   20.12.17 16:11

Der Auftragskiller

Erst seit wenigen Stunden war er in Narvik und hatte bereits die Strecke bis zum besagten Anwesen mit dem Bus zurück gelegt. In einiger Entfernung war er an dem Anwesen vorbei gegangen, um sich einen ersten Eindruck zu machen. Wirklich eine beeindruckende Villa, aber nicht die erste, in die er einbrechen musste. Die Schwierigkeit war es nun einen geeigneten Platz für die Observation zu finden. Sein Ziel war ein etwas älterer Puma, welcher in dieser Villa den Großteil seiner Zeit lebte. Verwickelt war dieser in Allerlei Korruption, aber auch zwei Mordfälle könnten auf seine Kappe gehen. Sein Auftraggeber war sich dessen sogar ziemlich sicher, konnte aber keine Beweise aufbringen, die für eine Verurteilung gereicht hätten. Also sollte Scar nun diesen Job erledigen und ihn dann auch so gleich verurteilen. Was in Scars Geschäft bedeutete, dass der gute Mann tot oder lebendig ausgeliefert werden musste. Das Geschäft eines Kopfgeldjägers. Tod ließen sich die Ziele allerdings sehr viel einfacher abliefern. Wieder lief der rote Kater in eine nahe gelegene Gasse, die ungeeignet erschien. Zu viele Weihnachtslichter aus den Fenstern in der Umgebung erhellten das sonst geradezu perfekte Versteck. Die Weihnachtszeit machte es Scar wirklich nicht leicht unentdeckt zu bleiben. Seufzend lehnte er sich an die Wand und blickte zur Villa herüber. Wie konnte jemand, der Familie und Vermögen hatte, nur so in kriminelle Machenschaften verwickeln!? Scar selbst hatte nicht die Möglichkeit an Weihnachten mit seiner Familie zusammen zu sitzen. Er kannte diese nicht und hatte bisher auch nicht viele Anhaltspunkte finden können, woher er denn nun eigentlich kam. Die Händler, die ihn aufgezogen hatten, tauften ihn Red. Scar war lediglich der Name, welchen er als Kopfgeldjäger benutzte. Jedoch war es auch von Vorteil keine Familie zu haben, denn es gab niemanden mit dem man ihm hätte drohen können. Erneut ließ er seinen Blick schweifen und konzentrierte sich nun mehr auf die Suche nach einer leerstehenden Wohnung. Diese würde sich in dieser Situation bestens eigenen. Die ersten Schneeflocken fielen vom Himmel. Es war wirklich kalt geworden. Scar trottete zu einem Haus, dass wie es schien eine mögliche freie Wohnung bot. An den Fenstern waren keinerlei Gardinen oder ähnliches zu sehen, kein Licht brannte und Möbel konnte er auf den ersten Blick auch nicht erkennen. An der Eingangstür machte er sich mit einem Dietrich zu schaffen, ging die Treppen hoch in den dritten Stock und klopfte einige Male an der Tür. Sollte doch jemand dort wohnen und zu Hause sein, würde er einfach behaupten sich in der Tür geirrt zu haben. Niemand öffnete. Zufrieden lächelte er leicht und machte sich kurz an der Tür zu schaffen. Als diese offen war, betrat er sofort die Wohnung und schloss die Tür wieder hinter sich. Wie er es sich gedacht hatte, stand diese Wohnung leer. Eine Einbauküche war vorhanden, sowie ein fast vollständig eingerichtetes Badezimmer, jedoch waren alle anderen Zimmer kahl und ohne Möbel. Scar versuchte einen guten Blickwinkel auf die Villa aus zu machen und begann aus seinem Rucksack einige Instrumente aufzubauen. Eines der wichtigsten Dinge war die Kamera, die alles aufzeichnete, was dort vor sich ging. Scar lehnte sich selbst an die Wand neben dem Fenster und blickte hinab, ein Fernglas in der Hand, um sich besser ein Bild machen zu können bei Bedarf. Aktuell ging dort nicht viel vor sich. Ab und an schaute er mit dem Fernglas in die Fenster hinein, aber da es schon recht spät war, brannte auch nur noch in einem Zimmer Licht. Irgendetwas tat sich nun doch. In einem weiteren Zimmer ging das Licht an, dann wurde die Eingangstür geöffnet und zwei Personen verließen die Villa. Sie trugen etwas bei sich. Scar griff zu dem Fernglas, um sich dieses genauer anzusehen. Scheinbar handelte es sich nicht um einen Gegenstand, sondern um eine leblose Person. Die beiden Unbekannten schleppten sie in den Garten, legten sie auf dem Rasen wieder und begann ein Loch auszuheben. Sie verscharrten eine Leiche! Scar überprüfte, ob die Kamera wirklich noch mitlief. Das wäre der Beweis, den sein Auftraggeber bräuchte, um ihn legal verhaften zu lassen. Das perfekte Weihnachtsgeschenk. Lächelnd wählte Scar die Nummer auf seinem Smartphone, um ihn davon in Kenntnis zu setzen: "Ja, hallo Scar hier. Ich habe erfreuliche Neuigkeiten..."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   21.12.17 7:37

20. Dezember 2017 11:15 Uhr

Vanessa rückte noch einmal den Rucksack auf ihrem Rücken zurecht und lächelte aufmunternd zu ihrer Lehrerin Frau Kirsch-Bruns herüber: "Wir werden sie schon finden." Gedankenversunken und immer noch besorgt, nickte Elke daraufhin. Sie folgten Shauni, die auf dem Weg zu Malice Wohnung war. Vor kurzem waren sie in Starlight Town angekommen. Der Flug war problemlos und angenehm verlaufen. Dennoch war Shauni sich nicht sicher, ob sie wirklich ihren Verfolger los geworden waren. In den letzten Tagen war er immer wieder aufgetaucht und sie traute sich kaum mehr ein Auge zu zumachen. Es musste ihnen dringend etwas einfallen. Da war ihr die Unterstützung von ihrer Freundin Malice nur recht, zudem wollte sie sich eh noch mit ihr wegen der Analyse des Buches auseinander setzen. "Wir sind gleich da", verkündete Shauni und bog an der Kreuzung nach rechts ab. Drei Häuser später blieb sie vor einer Tür stehen und klingelte. Kurz darauf gab es ein surrendes Geräusch, Shauni drückte die Tür mit einem Klacken auf und ging voraus, die Treppen hinauf. Elke und Vanessa folgten ihr nur mit wenig Abstand. An der Wohnungstür empfing sie Malice, welche gleich ihrer Freundin Shauni um den Hals fiel: "Ich bin so froh dich zu sehen, Shay. Ein bisschen Sorgen habe ich mir nämlich schon gemacht, aber komm doch erst mal rein." Fragend blickte sie zu Vanessa und Elke. "Äh, das sind Freunde, könnte man sagen", erklärte Shauni schnell, "Alles weitere drinnen." Immer noch verwundert, winkte sie die beiden herein: "Dann kommt, ihr seit auch herzlich Willkommen." "Besten Dank, wir möchten Ihnen auch gar keine Umstände machen", meinte Elke darauf hin und trat mit Vanessa ebenfalls in die Wohnung ein. "Beachtet die Unordnung gar nicht weiter", meinte Shauni lächelnd, "Künstler sind immer auf dem Sprung." Malice musste über diesen Kommentar leicht lachen: "Ja, da ist was wahres dran. Macht es euch gemütlich." "Schön habt Ihr es hier", meinte Vanessa und setzte sich auf das Sofa. Unruhig lief Elke etwas im Zimmer umher und blickte immer wieder zum Fenster. Sie machte sich große Sorgen um ihre Schüler: "Wir müssen unbedingt heraus finden, wer dieser Typ ist. Das ist unsere einzige Chance." Fragend blickte Malice zu Shauni: "Wer genau sind die beiden nun?" Statt Shauni, antwortete Vanessa auf diese Frage: "Das ist meine Lehrerin Frau Kirsch-Bruns und ich bin Vanessa. Als wir in die Schule kamen, war niemand dort. Wir glauben, dass dieser seltsame Mann, der Shauni verfolgt, etwas damit zu tun hat." Schockiert blickte Malice zu den beiden: "Niemand kam in die Schule? Wann war das?" "Am 9. Dezember", antwortete Elke und schaffte es nun sich eine Moment ruhig hinzusetzen, "das ist nun schon 11 Tage her." Malice musste sich ein Lachen verkneifen: "Aber wissen Sie denn nicht, dass die Schulen ab dem 9. Dezember schließen, damit die Kinder an den Weihnachtsaktivitäten teilnehmen können?" "Weihnachtsaktivitäten?", riefen Elke und Vanessa zu gleich aus, davon hatten sie noch nie gehört. Dunkel erinnerte sich Shauni an ihre Kindheit: "Ach ja, damit die Kinder Theaterstücke proben, Weihnachtslieder üben oder beim weihnachtlichen Zirkus mitmachen können. Kurz vor Weihnachten sind dann immer die Vorführungen. Lange ist es her." "So etwas macht man hier?", hinterfragte Elke weiter, "Dann ist ja alles in Ordnung." Leicht lachend nickte Malice: "Ja, es ist alles in Ordnung. Aber warum wisst ihr das eigentlich nicht? Ist für eine Lehrerin sehr ungewöhnlich." "Wir kommen von einem anderen Planeten", entgegnete Vanessa, "eher gesagt einer Parallelwelt. Das ist unser erstes Weihnachten hier." Verwundert blickten sich Shauni und Malice an. "Wie auch immer", meinte Elke, "Da wir ja nun schon mal hier sind, werden wir euch mit dem Buch und dem mysteriösen Verfolger helfen." Schnellen Schrittes ging Malice in die Küche und kam mit ein paar Plätzchen zurück: "Nach dem ganzen Schrecken erst mal ein paar Weihnachtsplätzchen. Nehmt so viele ihr wollt." "Oh, dankeschön", freute sich Vanessa und nahm sich auch gleich ein Plätzchen um hinein zu beißen, "Die sind so lecker."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   22.12.17 12:04

Das Weihnachtsmärchen

"Ich hab sie", verkündete Fusco freudig und zog die große Keksdose aus dem Schrank auf der Küche. Neugierig lief La Mare zu ihm, während er bereits den Deckel abnahm. Beide nahmen den köstlichen Geruch der Plätzchen war, die Venusta gebacken hatte. "Die riechen wirklich lecker", meinte La Mare, "Wo können wir sie unentdeckt essen?" Grinsend verschloss Fusco die Keksdose wieder und gab sie La Mare in die Hand, ehe er noch zwei weitere aus dem Schrank holte: "Im Thronsaal schaut nie jemand vorbei. Dort können wir ungestört essen." Konzentriert horchte Fusco, ob jemand im Flur war und lief dann mit La Mare los zum Thronsaal: "Beeilen wir uns, damit uns niemand sieht." "Erzählst du mir dann wie versprochen die Geschichte?", harkte La Mare nach und konnte es kaum noch erwarten. Fuscos Geschichten waren so viel besser, als die von Aposter. Grinsend nickte Fusco: "Ich habe es doch versprochen." Als sie im Thronsaal ankamen, schlossen sie die Tür hinter sich und setzten sich in eine Ecke, um die Plätzchen zu genießen. "Eine Geschichte also", begann Fusco grinsend, "Es war einmal... ein junger Kater mit silbrigen Augen und grauem Fell, sein Name war Christiano. Sein Leben war einfach und er war Diener eines mächtigen Fürsten. Allerdings war er gerade mal seit fünf Monaten diesem verpflichtet und Weihnachten stand kurz vor der Tür. Traditionell hatte er immer einen festlichen Weihnachtsbaum gehabt sowie viele Kerzen angezündet. Auch dieses Jahr wollte er ungern darauf verzichten. Während außerhalb des Reiches des Fürsten allerlei Weihnachtsstimmung verbreitet wurde, gab es dort nichts als Staub und Einöde. Kein Funken von Nächstenliebe und Freude. Auch bei den anderen Dienern war keinerlei Weihnachtsstimmung zu vernehmen. Also nahm sich Christiano vor dieses zu ändern. Er zog alleine los, um in den Wald zu gehen und schlug dort eine wunderschöne große Tanne, besorgte Kugeln und allerlei Weihnachtsschmuck sowie einen festlichen Stern, um damit in das Reich seines Fürsten zurück zu kehren. Missbilligende Blicke der anderen Diener wurden ihm zugeworfen, als dieser den Baum samt Schmuck in die leere Eingangshalle schleppte. Mit zwei Holzbrettern, die er unterhalb des Stammes anbrachte, konnte der Baum stehen. Mit flinken Fingern brachte er Kugeln, Strohsterne, Kerzen und Zimtstangen am Baum an. Zuletzt setzte er den Baum hinauf. Zufrieden betrachtete er sein Werk und musste feststellen, dass niemand mehr auch nur in der Nähe der Eingangshalle vorzufinden war. Es war geradezu gespenstisch. Auch bemerkte er nicht, dass der Fürst sich von seinem Thron erhoben hatte und auch seinem Thronsaal heraus schritt: "Was soll das werden?" Drohend und mit düsterer Stimme sprach der Fürst zu ihm. So etwas hatte sich noch nie jemand getraut. "Mein Fürst", wand er sich untertänigst an ihn und kniete mit gesenktem Blick nieder, "Ich habe mir erlaubt etwas Weihnachtsstimmung hier her zu bringen." Der Fürst war alles andere als begeistert, so konnte er mit Freude, Nächstenliebe und all dem farbenfrohen Dekorationen gar nichts anfangen. Zornig schnaubte er und versenkte den festlich geschmückten Baum mit einer Feuerkugel. Lichterloh brannte die Tanne, es knisterte und der Wachs verdampfte regelrecht durch die starke Hitze der Flammen. Geradezu entsetzt, wand sich der Diener an seinen Herren: "Verzeiht, wenn ich euch verärgert habe, mein Fürst. Aber was habt ihr gegen einen einzigen Weihnachtsbaum. Es schadet doch niemanden?" "Meine Diener verweichlichen und dieses Gestrüb wird mit meinem Bruder in Verbindung gebracht. Ich möchte es nie wieder hier sehen, wenn dir dein Leben lieb ist", entgegnete der finstere Fürst. Dem Diener blieb nichts anderes übrig, als es zu akzeptieren, denn sterben wollte er nicht. Nachdem der Diener sich entfernt hatte, soll der Fürst Gerüchten zufolge eine der Kugeln aufgehoben haben, die davon gerollt war und nur leicht angesenkt. Diese nahm er mit in seinen Thronsaal und man munkelt, dass er sie dort bei seinem Thron versteckt hält." "Der Fürst ist sicherlich nur einsam und missverstanden", meinte La Mare daraufhin, "Er braucht mal eine richtige Umarmung." Fusco lachte laut darüber: "Ja, die hat er bitter nötig."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   23.12.17 20:54

22. Dezember 16:05 Uhr

"Sieh dir das an", meinte Shauni zu Malice und wies dabei auf die Abstände zwischen den einzelnen Symboliken auf der Zeichnung im Buch, "Ich glaube es stellt eine Sternen Konstellation da." Malice blickte noch etwas fragend: "Meinst du? Aber wie kannst du dir da sicher sein?" "Leih mir mal ein Stift und etwas Papier. Dann werde ich versuchen eine Sternenkarte daraus zu machen", entgegnete ihre Freundin. Interessiert blickte Vanessa auf die Seite im Buch, konnte darin aber absolut nichts besonderes erkennen. Es war einfach eine uralte, seltsame Zeichnung. Sie blickte herüber zu ihrer Lehrerin, die es sich auf einem Sessel gemütlich gemacht hatte. Dabei lass sie ein Buch, welches sie sich von Malice ausgeliehen hatte und trank einen leicht süßlichen Früchtetee mit einem klein wenig Zimt. Vanessa stand auf und ging zum Fenster. Die festlich geschmückten Häuser strahlten soviel Wärme aus und erinnerte sie daran, dass in wenigen Tagen Weihnachten war. So hatte sie sich ihr erstes Weihnachten auf diesem Planeten zwar nicht vorgestellt, aber sie war dennoch froh Frau Kirsch-Bruns an ihrer Seite zu haben und ein kleines Abenteuer zu erleben. Ein gewaltiger Knall ließ Vanessa auf ihren Gedanken aufschrecken, gefolgt von einem weiteren Kleinerem. Auch Shauni, Malice und Elke blickten entgeistert zur Tür, welche durch eine kleine Explosion aus den Angeln gerissen und zu Boden gekracht war. Rauch und Staub stieg auf, verflüchtigte sich aber schnell. Ein Mann betrat das Zimmer, der Shauni wohl bekannt war - ihr Verfolger -. Schnell legte sie den Block auf das Buch in der Hoffnung, dass er es nicht bemerken würde. Sie stand zusammen mit Malice auf, während Elke ihr Buch leise zuklappte. Der Mann blickte zu Shauni: "Gib mir das Buch der Partia, wenn dir dein Leben lieb ist." "Hier ist es!", schrie Elke auf und warf im selben Moment das Buch, welches sie gelesen hatte, auf den Unbekannten. Reflexartig fing er es auf und drehte es so, dass er die Aufschrift lesen konnte. Shauni, wie auch Vanessa, nutzen die Gelegenheit, um zum direkten Angriff über zu gehen. Mit aller Kraft stürzen sie sich auf den Mann und versuchten ihn zu Boden zu bringen. Der Fremde war allerdings stärker als angenommen und konnte sich trotz des Gewichtes beider auf den Beinen halten. Er packte Vanessa, zerrte sie von sich und schubste sie Richtung Sofa, wobei Vanessa zu Boden fiel. Dann packte er Shauni und knurrte: "Du wirst mir auf der Stelle das Buch geben." Im nächsten Augenblick zerbracht eine Vase über seinem Schädel und er sackte zu Boden. Malice hatte diese im rechten Moment gegriffen und über seinem Kopf zerschlagen. Erleichtert atmete Shauni auf: "Danke Malice. Das war echt knapp." Auch Elke stand nun auf und lief zum Telefon herüber: "Ich werde die Polizei rufen." "Wir sollten ihn mit irgendwas fesseln", meinte Vanessa, "Nicht das er aufwacht und wieder auf uns los geht." "In meinem Rücksack ist ein Seil", meinte Shauni, während Malice schon dort hin lief: "Ich hole es, Shay. Behalte den Typen im Auge." Shauni zog die Arme des Mannes auf den Rücken, während Malice mit dem Seil kam und es um diese wickelte. Sie machten einen festen Knoten und begann dann auch die Beine zu fesseln. "Mach es richtig schön fest", meinte Vanessa und blickte besorgt auf den am Boden liegenden Mann. Etwas Angst hatte sie schon, dass er wieder aufwachen könnte. Einige Minuten später konnte man bereits die Sirenen der Polizei hören. Erleichtert lächelte Shauni: "Nun können wir ganz ohne Sorgen das Buch entziffern und Weihnachten feiern." "Habt Ihr etwas dagegen, wenn wir bleiben?", hinterfragte Elke, "Wir beteiligen uns natürlich an den Kosten. Es wäre einfach schön nicht ganz alleine zu feiern oder Vanessa?" Vanessa nickte begeistert: "Das wäre wirklich klasse." Fragend blickte Shauni und Malice: "Also mir soll es recht sein, aber es ist deine Wohnung." "Natürlich könnt ihr bleiben", meinte Malice, "Lasst uns zusammen Weihnachten feiern."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   25.12.17 6:42

Backen zur Weihnachtszeit

Bereits vor 1 1/2 Stunden hatte Venusta den Teig aus 250g Butter, 125g Puderzucker, 2 TL Vanillezucker, 1 Prise Salz, einem geschlagenen Eiweiß und 350g Mehl zu einer Masse verknetet und in den Kühlschrank gestellt. Seit einer halben Stunde ruhte er nun schon wieder auf der Arbeitsfläche. "Was für Plätzchen werden das?", fragte La Mare, als sie auf den Teig blickte, "Die Gleichen, wie Fusco und ich schon probiert hatten?" Natürlich waren La Mare und Fusco nicht unentdeckt geblieben, nachdem sie sich mit den Plätzchen in den Thronsaal verzogen hatten. Nun waren nicht mehr genug für die Weihnachtsfeier übrig. "Nein, wir backen jetzt noch eine andere Sorte", meinte Venusta und holte das Nudelholz heraus, "man nennt diese Plätzchen auch Spitzbuben. Das passt ganz gut." La Mare grinste: "Die Plätzchen waren einfach so lecker, da konnten wir nicht wiederstehen." Lächelnd begann Venusta mit etwas Mehl den Teig auszurollen: "Es freut mich, wenn meine Plätzchen schmecken. Mal sehen, wie diese werden." Sie gab La Mare ein rundliches Glas: "Damit stechen wir jetzt die Plätzchen aus. Die Kreise müssen alle gleich groß sein." Sofort begann La Mare die Plätzchen auszustechen, um sie danach gleich auf das Backblech zu legen: "Ist das nicht ziemlich langweilig, wenn die alle gleich aussehen?" "Das Beste kommt noch", antwortete Venusta und lächelte sie an, "Gedulde dich." Nachdem sie drei Backbleche mit den runden Plätzchen ausgestattet hatten, blickte La Mare erwartungsvoll zu Venusta: "Und wie geht es jetzt weiter?" Schon holte Venusta zwei kleine Ausstechförmchen hervor, eines in Herzform, eines ein Stern: "Jetzt stehen wir aus der Hälfte der Plätzchen die Mitte aus. Damit das nicht weg kommt, backen wir die dann extra." "Wozu soll das gut sein?", wollte La Mare wissen und stach die Mitte des ersten Plätzchens aus. "Geduld", ermahnte sie Venusta lächelnd. La Mare schmollte ganz leicht: "Ich habe aber keine Geduld. Verrate es mir." "Na schön", begann Venusta, "Auf die Plätzchen ohne Loch kommt nachdem Backen Marmelade und die anderen Plätzchen kommen als Deckel darauf. Das sieht dann besonders schön aus und schmeckt auch sehr gut. Jetzt müssen die Plätzchen aber erst mal für 6 bis 8 Minuten bei 200°C in den Ofen." "Ein paar besonders schöne will ich für Apollon in eine Tüte tun. Die schenke ich ihm dann", entschied La Mare und wartete geduldig, dass die ersten Plätzchen fertig werden würden. Nachdem alles fertig war, hatte La Mare einige der abgekühlten Plätzchen in eine durchsichtige Tüte getan und sie mit Schleifenband zu geknotet. Zufrieden betrachtete sie ihr Werk: "Die werden Apollon bestimmt gefallen." Dann nahm sie ihre Tüte und lief aus der Küche. Unentschlossen, ob sie ihm die Plätzchen gleich geben sollte oder erst an Weihnachten, ging sie in ihr Zimmer und setzte sich auf das Bett. Alle anderen würden die Plätzchen erst an Weihnachten zu Gesicht bekommen, also wäre es etwas ganz besonderes, wenn Apollon zuerst etwas bekäme. Begeistert über die Idee, sprang sie auf und lief zu Apollons Zimmer. Sie klopfte an und öffnete die Tür, aber er war nicht da. Sie überlegte kurz, ehe ihr einfiel, dass er sicherlich im Büro war, um zu arbeiten. La Mare öffnete die Zimmertür des Büros in dem für gewöhnlich Apollon arbeitete und lächelte freudig, als sie ihn erblickte: "Ich habe etwas für dich, Apollon." Apollon blickte von dem Bericht auf, den er gerade lass und schaute sie fragend an: "Was ist es denn?" Schnellen Schrittes lief La Mare um den Schreibtisch herum und setzte sich auf Apollons Schoss: "Ich habe Plätzchen für dich gebacken." Sie reichte ihm die Tüte und erntete ein Lächeln von Apollon: "Danke, La Mare. Das ist wirklich lieb von dir."

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BeitragThema: Re: Adventskalender 2017 (Informationen und vergangene Einträge)   25.12.17 6:42

Am heiligen Abend

Sanft hatte sich Vanessa an Frau Kirsch-Bruns gekuschelt und lauschte, wie sie eine Weihnachtsgeschichte vorlaß. Gerade brachte Malice die wunderbar duftenden Plätzchen herein und schenkte ihr eines warmes Lächeln. Selbst Shauni hatte die vermeidliche Bibel der Partia beiseite gepackt und würde sich erst nach Weihnachten wieder damit beschäftigen. Stattdessen schob sie gerade eine Weihanchts-CD in die Anlage. "Jingle Bells", ertönte als erstes und brachte dieses besinnliche Gefühl von Weihnachten in den ganzen Raum.

"Der Kuchen schmeckt wirklich himmlisch", lobte Shou die Verkäuferin im Café. Das war wirklich 1000 Mal besser, als Zuhause zu feiern. Hier war er unter Leuten und konnte etwas von dem Weihnachten spüren, dass er sich so sehr ersehnte. Eines ohne Pflichtgefühl, eines das man ehrlich meinte und nicht nur das tat, was andere von einem erwarteten. Das hätte er schon viel früher tun sollten. Genüsslich aß er seinen Apfel-Zimt-Kuchen und lauschte der leisen Klängen von singenden Kindern draußen vor dem Café.

Klirrend legte Nox die Münzen auf die Theke: "Passt so." "Vielen Dank, lassen Sie es sich schmecken", antwortete der Verkäufer, während Nox bereits den Liebesapfel an Luna weiterreichte: "Nur für dich, ein Beweis meiner Liebe." "Lass den Quatsch", ermahnte Luna ihn, nahm aber den kandierten Apfel und lächelte, "Danke, dass ist wirklich nett von dir." "Morgen ist Weihnachten", entgegnete Nox, "Wir sollten diese heilige Nacht genießen." Er hielt ihr die Hand hin: "Lass und noch den Rest vom Weihnachtsmarkt erkunden." Lächelnd nickte Luna.

Twister stand auf einem Tritt und befestigte gerade noch den Stern an der Tanne. Spiritu wollte unbedingt einen eigenen Weihnachtsbaum führe kleine Wohnung, also hatten sie einen im Wald besorgt. "Er ist noch etwas schief, mehr nach rechts", meinte Spiritu, während Twister versuchte den Stern möglichst gerade auf die Spitze zu setzen: "So?" "Ja! Das ist es!", freute sich Spiritu, "Es sieht so wunderschön aus. Komm runter und sieh es dir an." Mit zwei Schritten kam Twister wieder von dem Tritt herunter, ging etwas zurück und betrachtete den in rot und gold geschmückten Baum: "Das haben wir doch gut hinbekommen."

Cruentus setzte sich an die reichlich gedeckte Tafel und nickte dem Ordensmeister freundlich zu. Mit dieser Einladung zum Essen hatte er nicht gerechnet. Die Speisen und der Wein waren auch gar nicht für ihn gedacht oder für die anderen Vampire, sondern für eine größere Gruppe Sterblicher. Na ja und diese würden dann das Abendessen der Vampire sein. Niemand würde getötet werden, aber etwas Blut müssten sie schon dalassen. Da Cruentus sich gerade in diesem Ordensgebiet aufhielt, hatte er die Einladung natürlich angenommen. Alles andere wäre eine Beleidigung gewesen und hätte ihm ziemlichen Ärger eintreiben können. So war er zumindest einmal unter Gesellschaft an Weihnachten.

Scar biss gerade von einem Weihnachtsplätzchen ab und wartete auf sein kaltes Bier. Nach seinem erfolgreich beendeten Auftrag wollte er sich einmal einen gemütlichen Abend in einem Restaurant gönnen, schließlich war es auch bereits Heiligabend. Während andere mit ihren Familien zusammen am Tisch aßen, die Kinder sich auf die Bescherung freuten und die Weihnachtslieder erklangen, war er immer unterwegs gewesen in irgendeinem Auftrag verwickelt. Dieses Jahr gönnte er sich einmal eine Auszeit.

"Apollon, komm, komm schon!", rief La Mare aufgeregt und zerrte ihn mit in das Esszimmer. Der Tisch war reichlich gedeckt. Es gab Pilzragout auf Polenta, Kartoffel-Pilz-Rolle auf Kartoffelsalat, Kartoffel-Souffleé auf Kürbis-Ragout, Tofu-Erdnuss-Sticks auf geschmortem Weißkohl und Filoteig-Törtchen im Rosendesign. "Das sieht alles so toll aus", strahlte La Mare und blickte von einem Gericht zum anderen. Apollon lächelte und setzte sich an den Tisch: "Du kannst ja von jedem etwas probieren." "Das werde ich", beschloss La Mare und setzte sich neben Apollon.

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